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Laut Ministerium: Weiterer Wolf in Baden-Württemberg ist sesshaft

Nachrichten Laut Ministerium: Weiterer Wolf in Baden-Württemberg ist sesshaft

Quelle: Bernd Weißbrod/dpa
dpa

Baden-Württemberg ist nicht gerade ein Wolfsland. Nun gibt es einen weiteren Stammgast in den Südwest-Wäldern. Und ein neues Territorium.

In Baden-Württemberg streunt ein weiterer Wolf als Stammgast durch die Wälder. Ein Losungsfund von Ende März auf dem Gebiet von Donaueschingen konnte dem Wolfsrüden mit der wissenschaftlichen Kennung GW4389m zugewiesen werden, wie die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg in Freiburg mitteilte. Ein Losungsfund ist Behördensprache für Kotspuren.

Der Rüde wurde den Angaben zufolge erstmals im September 2024 bei Geisingen nachgewiesen. Nun gelte das Einzeltier als territorial – also sesshaft. Sein Revier «Ostbaar» liegt im Grenzgebiet der Landkreise Schwarzwald-Baar und Tuttlingen im Süden des Landes. Da der Wolfsrüde bisher ausschließlich in seinem neuen Territorium habe genetisch nachgewiesen werden können, sei nicht bekannt, woher er stamme und wie alt er sei, hieß es.

Vierter sesshafter Wolf im Land

In Baden-Württemberg gibt es den Behörden zufolge aktuell noch drei weitere sesshafte Wölfe. Zwei haben ihr Territorium im Nordschwarzwald, einer im Südschwarzwald. In der Vergangenheit war die Zahl der sesshaften Wölfe im Land bereits höher. Manche Tiere sind aber auch wieder abgewandert. Andere wurden überfahren, darunter auch ein Welpe und später dessen Mutter. Ein Rudel gibt es aktuell nicht. Als sesshaft gilt ein Wolf, wenn sich seine Spuren über einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten verfolgen lassen.

Die Präsenz von Wölfen führt seit Längerem auch in Baden-Württemberg zu heftigen Debatten. Für die einen ist die Rückkehr des Wolfs ein Zeichen für ein funktionierendes Ökosystem. Für Nutztierhalter bringt der Wolf wegen Rissen ihrer Tiere hingegen Ärger. Bundesweit haben die Behörden im Monitoringjahr 2024/25 insgesamt 209 Rudel sowie 46 Paare und 19 sesshafte Einzeltiere nachgewiesen. Der meisten davon lebten nach Angaben des Bundesamts für Naturschutz in Brandenburg, Niedersachsen und Sachsen.

 

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