News aus Baden-Württemberg
Laut Statistik: Aktuell viele Scheidungen im achten Ehejahr

News aus Baden-Württemberg Laut Statistik: Aktuell viele Scheidungen im achten Ehejahr

Quelle: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
dpa

Im verflixten siebten Jahr einer Ehe oder Beziehung gehen viele Verbindungen in die Brüche, so heißt es. Die Statistik zeigt etwas anderes. Und doch auch wieder nicht.

Gibt es eigentlich das «verflixte siebte Jahr» bei Ehepaaren, in dem so viele Beziehungen in die Brüche gehen? Wie man’s nimmt. Denn laut Statistik wurden Scheidungen im vergangenen Jahr am häufigsten im achten Ehejahr rechtskräftig. Insgesamt 848 Paare wurden zu diesem Zeitpunkt offiziell getrennt, nach sieben Jahren waren es 844 und neun Jahre nach der Trauung 792, wie das Statistische Landesamt am Mittwoch in Fellbach mitteilte.

Die Statistik sagt aber nichts dazu aus, ob der wahre Grund für die Trennung nach sieben Jahren aufgetreten sein könnte. Denn laut Landesamt gibt die Ehedauer die Zeit zwischen dem Jahr der Eheschließung und dem Jahr an, in dem das Scheidungsurteil rechtskräftig wird. «Da die Scheidung in den meisten Fällen erst nach einer einjährigen Trennungszeit ausgesprochen wird, sind Ehen faktisch bereits im siebten oder auch nach dem sechsten Ehejahr am häufigsten zerbrochen», teilte das Landesamt weiter mit.

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr in Baden-Württemberg 15.761 Ehepaare geschieden, darunter waren auch 129 gleichgeschlechtliche Paare. Im Durchschnitt dauerte eine im vergangenen Jahr geschiedene Ehe im Südwesten knapp 16 Jahre. Bei jeder sechsten der im vergangenen Jahr aufgelösten Ehen hatten Paare das Jubiläum der Silberhochzeit bereits hinter sich: 330 Ehepaaren ließen sich im Jahr des Ehejubiläums scheiden, immerhin 11 Paare taten dies nach 50 Jahren im Jahr der sogenannten goldenen Hochzeit.

Immer seltener halten Ehen «bis dass der Tod sie scheidet», wie es anfangs oft noch heißt: In den vergangenen Jahrzehnten ist laut Statistik mit jedem jüngeren Heiratsjahrgang die Scheidungsrate gestiegen. Wurden vom Heiratsjahrgang 1960 noch etwa 15 Prozent der Ehen geschieden, traf dies für den Jahrgang zehn Jahre später auf jedes vierte Ehepaar zu, im Jahrgang 1980 dann bereits für jede dritte Ehe. «Bei Paaren, die 1995 den Bund der Ehe eingingen, könnte die Scheidungshäufigkeit sogar bei 38 Prozent liegen», teilte das Landesamt mit. «Damit hat sich die Scheidungshäufigkeit jüngerer Heiratsjahrgänge im Vergleich zu den Ehen aus den 1960er-Jahren mehr als verdoppelt.» Von den im Jahr 2005 geschlossenen Ehen wurden bislang knapp 28 Prozent geschieden.

 

Weitere Nachrichten

Rehe und Wildschweine: Wie man Wildunfälle vermeidet und was im Notfall zu tun ist

Rund 25.900 Wildunfälle gab es vergangenes Jahr in Baden-Württemberg, 262 Menschen wurden verletzt. Die Zeitumstellung verschiebt den Berufsverkehr in die Dämmerung - worauf es jetzt ankommt.

Sturmschaden: Zugverkehr am Hauptbahnhof Karlsruhe kurzzeitig eingestellt

Ein Gegenstand fliegt in die Oberleitung, Reisende berichten von «massivem Funkenschlag»: Am Karlsruher Hauptbahnhof stand der Zugverkehr zeitweise völlig still.

Vor der Weihnachtsbaum-Saison: So werden die Preise

Ab November werden die ersten Christbäume der Saison gefällt. Was der trockene Sommer vor allem im Süden für die Bäume bedeutet hat, was die beliebtesten Arten sind – und was sie kosten werden.

Getunte E-Scooter: Schneller als die Polizei erlaubt

Mit wenigen Handgriffen werden so manche Pedelecs oder E-Scooter deutlich schneller als erlaubt. Unfallforscher und Polizei warnen vor einer wachsenden Gefahr – und fordern Konsequenzen.

Noch 1.000 Tage: Karlsruhe startet Countdown für World Games

Zum zweiten Mal ist Karlsruhe Ausrichter für die World Games. 2029 will die Stadt ein guter Gastgeber sein - mit einem Konzept aus dem Nachbarland.




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 
















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.