Corona in Baden-Württemberg
Laut Studie: Beschäftigte wünschen sich weiterhin Homeoffice

Corona in Baden-Württemberg Laut Studie: Beschäftigte wünschen sich weiterhin Homeoffice

Quelle: Pixabay

Ein Großteil der Beschäftigen in Deutschland wünscht sich laut einer Studie der Universität Konstanz auch über die Corona-Krise hinaus die Möglichkeit zum Arbeiten im Homeoffice.

56 Prozent der Befragten möchten in Zukunft zumindest teilweise von Zuhause aus arbeiten, schreiben die Autoren um den Wirtschaftswissenschaftler Florian Kunze in dem am Donnerstag veröffentlichten Papier. «Das Wunschmodell ist bei vielen Befragten eine ausbalancierte Mischung aus Homeoffice und Präsenztätigkeit.» Während 25 Prozent vollständig von Zuhause aus arbeiten wollen, gaben rund 42 Prozent an, zwei bis drei Tage pro Woche im Homeoffice zu bevorzugen.

Die Konstanzer Forscher befragten für ihre Untersuchung zwischen März und Mai rund 700 Menschen, die aktuell im Homeoffice arbeiten. Die Population der Befragten entsprechen demnach in Bezug auf Alter und Geschlecht dem Durchschnitt der deutschen Erwerbsbevölkerung.

Die Befragung habe auch gezeigt, dass die Heimarbeit das Büro zwar als sozialen Fixpunkt des Zusammentreffens und Austauschs nicht vollständig ablösen kann. Dennoch bringe sie viele Vorteile: Mehr als 45 Prozent der Befragten habe angegeben, dass sie im Homeoffice besser und effektiver arbeiten könnten als im Büro, heißt es in der Auswertung der Studie.

Ein Nachteil sei dagegen ein höheres Maß an sozialer Isolation. «Im Durchschnitt fühlen sich – mit leichten Variationen über die Zeit – 20 Prozent der Befragten im Homeoffice einsam und sozial isoliert.» Allerdings müsse hier die zusätzliche private Isolierung durch Kontaktsperren berücksichtigt werden.

Auch auf Arbeitgeberseite dürfte das Homeoffice einer Studie zufolge über das Ende der Corona-Zeit hinaus an Bedeutung gewinnen und in vielen Unternehmen neue Normalität werden. Forscher des Stuttgarter Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) und der Deutschen Gesellschaft für Personalführung haben dazu die Stimmung in rund 500 Unternehmen abgefragt.

Ergebnis: Fast die Hälfte (42 Prozent) hat schon beschlossen, die Möglichkeiten, von zu Hause aus zu arbeiten, nach der Corona-Krise noch auszuweiten. Ein ebenso großer Anteil ist zwar noch unentschlossen, zurück zu weniger Homeoffice will aber kaum ein Unternehmen, hieß es in der kürzlich veröffentlichten Studie.

Weitere Nachrichten aus der Region

Konjunktur-Stimmung im Handwerk: Viele warten auf bessere Zeiten

Viele Handwerksbetriebe hoffen auf ein Licht am Ende des Tunnels. Wer besonders optimistisch bleibt – und wo das Stimmungsbarometer überraschend steigt.

Kriminelle Ausländer: Migrationsstaatssekretär fordert Druck auf Heimatstaaten

Das Land will mehr Kriminelle nach Syrien abschieben - bislang ist aber nur einmal ein Straftäter ins Flugzeug gesetzt worden. Das liegt nicht zuletzt auch am Bund, meint der Migrationsstaatssekretär.

Feuerpause im Streit um den Wolf? Richter bitten um Aufschub

Es ist ein Hin und Her im Streit um den Abschuss eines Wolfs im Nordschwarzwald. Bis Mitte Februar dürfte die Entscheidung über den «Hornisgrinde-Wolf» nun ruhen. Warum das?

Neue Designer-Droge im Raum Karlsruhe entdeckt: Was man dazu wissen muss

Cychlorphin gilt als hochpotente synthetische Droge: Schon kleine Mengen können zu schweren Vergiftungen führen. Was Fachleute zu Risiken und Schutzmaßnahmen sagen.

21-Jähriger fährt in Karlsruhe gegen Oberleitungsmast und stirbt

Mitten in der Nacht rücken die Einsatzkräfte in Karlsruhe aus. Ein Autofahrer hat einen Unfall - kurz darauf gibt es schlimme Neuigkeiten.

Karlsruher Kita-Träger pleite – Gehälter bleiben aus

600 Angestellte ohne Januar-Gehalt und rund 1.300 betroffene Kinder - zwei Karlsruher Kita-Träger melden Insolvenz an. Der Betrieb läuft weiter. Was nun geplant ist.




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 

Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.