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Laut Umfrage: Knappe Mehrheit gegen Wahlrecht für Jugendliche

News Laut Umfrage: Knappe Mehrheit gegen Wahlrecht für Jugendliche

Quelle: Bernd Weißbrod/Deutsche Presse-Agentur GmbH/dpa/Symbolbild
dpa

Am 8. März dürfen erstmals auch 16- und 17-Jährige ihre Stimme bei der Landtagswahl abgeben. Während die Jungen das mehrheitlich gut finden, kommt es bei einer Gruppe eher schlecht an.

In Baden-Württemberg hält es eine knappe Mehrheit der Menschen für falsch, dass bei der Landtagswahl am 8. März erstmals auch 16- und 17-Jährige mit abstimmen dürfen. In einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur gaben 52 Prozent der Befragten an, dass sie das neue Wahlrecht in Baden-Württemberg in diesem Punkt für falsch halten. Für das Wahlrecht der Jugendlichen sprach sich gut ein Drittel der Befragten (37 Prozent) aus, 11 Prozent hatten keine Meinung zu der Frage.

Bei der Landtagswahl am 8. März gilt erstmals ein neues Wahlrecht, das die grün-schwarze Koalition 2022 beschlossen hatte. Es sieht unter anderem vor, dass auch 16- und 17-Jährige an der Landtagswahl teilnehmen dürfen, wie auch schon bei anderen Abstimmungen. Bei den Kommunalwahlen im Land dürfen 16- und 17-Jährige schon seit 2014 mitentscheiden, bei der Europawahl seit 2024.

 

Rund 180.000 Minderjährige sind wahlberechtigt

Konkret betrifft die Änderung des Wahlrechts bei der Landtagswahl nach Schätzungen des Statistischen Landesamts rund 180.000 Minderjährige, die dann erstmals ihre Stimme abgeben dürfen. Wie sich der Zuwachs an jungen Wahlberechtigten auf das Ergebnis auswirkt, ist unklar.

Besonders kritisch sehen die Veränderung im Wahlrecht ältere Menschen im Südwesten. In der Altersgruppe der 60- bis 69-Jährigen sind sogar knapp zwei Drittel (65 Prozent) der Befragten dagegen, dass Minderjährige mit abstimmen dürfen. Und auch in allen anderen Altersgruppen halten mehr Menschen die Wahlrechtsänderung für falsch als für richtig – mit Ausnahme der Jungen. In der Gruppe der 16- bis 29-Jährigen sind 55 Prozent der Befragten für eine Beteiligung der Jugendlichen.

Für die repräsentative Umfrage befragte das Meinungsforschungsinstitut YouGov vom 14. bis 22. Januar 1.028 Wahlberechtigte ab 16 Jahren in Baden-Württemberg. Die Fehlertoleranz liegt zwischen 1,3 und 3,1 Prozentpunkten. Wahlumfragen sind generell immer mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten.

 

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