Nachrichten
Leiche von vermisstem Deutschen im Comer See gefunden

Nachrichten Leiche von vermisstem Deutschen im Comer See gefunden

Quelle: Bernhard Krieger/dpa-tmn
dpa

Er sprang ins Wasser, um seine Kinder zu retten – und verschwand. Tagelang suchten Rettungskräfte im Comer See nach einem vermissten Mann aus Baden-Württemberg. Nun wurde seine Leiche gefunden.

Nach tagelanger Suche ist im Comer See in Oberitalien die Leiche eines 55-jährigen Mannes aus Deutschland gefunden worden. Der Tote wurde in etwa 220 Meter Tiefe von einem ferngesteuerten Tauchroboter entdeckt und dann auch eine größere Strecke nach oben gebracht, wie die Feuerwehr der Gemeinde Lecco mitteile. Geborgen wurde er dann von zwei Tauchern. Der Mann aus dem baden-württembergischen Bühl starb beim Versuch, seine beiden Kinder aus dem Wasser zu retten.

Mann war mit Ehefrau und Kindern auf Boot unterwegs

Der Gastwirt war mit seiner Ehefrau und den zwei Kindern am Montag auf einem gemieteten Boot bei Dorio am Ostufer des Sees unterwegs, der bei deutschen Urlaubern sehr beliebt ist. Aus noch ungeklärter Ursache gingen die Kinder über Bord. Der Mann sprang daraufhin selbst ins Wasser. Die Kinder konnten in Sicherheit gebracht werden. Der Vater tauchte jedoch nicht mehr auf. Vermutet wird, dass er von einer Strömung erfasst wurde.

An der Stelle ist der Comer See sehr tief. Zudem wurde die Suche durch widrige Wetterbedingungen erschwert, wie die Feuerwehr mitteilte. Die Leiche stehe nun den Justizbehörden für die erforderlichen Untersuchungen zur Verfügung, hieß es.

Erschütterung in Baden-Württemberg

Der Mann mit italienischem Wurzeln war in Bühl laut Oberbürgermeister Hubert Schnurr als Gastronom und als Organisator von Afterwork-Partys weithin bekannt. Schnurr sprach jüngst von einem «Riesenschock»: «Die Bestürzung ist nicht nur in der Stadt groß, sondern in der ganzen Region», sagte der Politiker der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag.

Ähnlicher Fall endete 2024 tragisch

Der Fall erinnert an ein ähnliches Unglück im Juli 2024: Damals war ein 51-jähriger Deutscher ums Leben gekommen, nachdem er im Comer See seinem Sohn beim Schwimmen helfen wollte. Der Junge überlebte, der Vater wurde später in mehr als 200 Metern Tiefe gefunden.

Der Comer See liegt rund 80 Kilometer nördlich von Mailand und zählt mit mehr als 400 Metern Tiefe zu den tiefsten Seen Europas. Besonders im nördlichen Teil können wechselhafte Winde starken Wellengang erzeugen.

 

Weitere Nachrichten

Neuzulassungen: E-Auto-Bestand im Südwesten wächst weiter

Benziner und Diesel zusammen erstmals abgehängt: In Baden-Württemberg wurden bis September mehr reine E-Autos neu zugelassen.

Lob für Grenzkontrollen: Weniger Abschiebungen erwartet - Straftäterquote steigt

Die Zahl der Abschiebungen in Baden-Württemberg dürfte dieses Jahr sinken. Dennoch rechnet Staatssekretär Siegfried Lorek bei einer Gruppe mit ähnlichen Zahlen wie 2025.

Die Nase im Wind: Dieser Dalmatiner sucht vermisste Menschen

Suchhunde leisten bei Vermisstensuchen, was für den Menschen so nicht möglich ist. Dalmatiner Mailo ist einer von ihnen - seine Hundeführerin gibt einen Einblick in ihre Arbeit.

Haushaltskommission: Grün-Schwarz beschließt «Klimamilliarde» - wer davon was hat

Baden-Württembergs Kommunen sollen bis 2031 jährlich 200 Millionen Euro für Klimaschutz erhalten. Welche Vorhaben damit unterstützt werden und wer davon profitieren soll.

Zwei Schwerverletzte bei Zusammenstoß in Stutensee: Auto gerät in Brand

Beim Zusammenstoß zweier Autos bei Stutensee (Landkreis Karlsruhe) sind zwei Menschen schwer verletzt worden. Wie ein Sprecher der Polizei am Abend mitteilte, wurden die beiden nach dem Unfall auf der L558 stationär im Krankenhaus aufgenommen.

Warnstreiks der IG Metall in Baden-Württemberg gehen weiter

Die erste Warnstreikwelle der IG Metall rollt - auch im Südwesten. Unter anderem waren Beschäftigte von Bosch zur Arbeitsniederlegung aufgerufen. Am Donnerstag soll wieder verhandelt werden.

Nikotinzahnstocher: Baden-Württemberg fordert Verkaufs-Verbot

Auf TikTok und Co sind sie vor allem bei jungen Menschen im Trend: Özdemirs Kabinett fordert nun, dass der Verkauf mit den kleinen Holzstäbchen bundesweit verboten werden soll. Was steckt dahinter?



















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.