News
Mehr als 32.000 Jobs weg – Metallbranche in Baden-Württemberg schrumpft weiter

News Mehr als 32.000 Jobs weg – Metallbranche in Baden-Württemberg schrumpft weiter

Quelle: Bernd Weißbrod/dpa
dpa

Die Metall- und Elektroindustrie in Baden-Württemberg verliert weiter Jobs. Warum trotz mehr Aufträgen die Produktion kaum steigt und viele Unternehmen Verluste erwarten.

Die Zahl der Beschäftigten in der baden-württembergischen Metall- und Elektroindustrie geht weiter deutlich zurück. Im vergangenen Jahr gingen 32.450 Arbeitsplätze in der Schlüsselbranche verloren, wie der Chef des Arbeitgeberverbands Südwestmetall, Peter Sebastian Krause, der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart sagte.

Zum Jahresende waren noch 938.700 Menschen in den Betrieben beschäftigt. «Die Personalpläne der Unternehmen für die kommenden Monate stehen im Saldo weiter tief im Minus, wir rechnen mit einem weiteren Abbau.»

Alle großen Unternehmen hatten im vergangenen Jahr Stellenabbauprogramme angekündigt: Daimler Truck, ZF Friedrichshafen, Bosch, Mahle, Porsche, Voith. Hinzu kommen zahlreiche Mittelständler, die gleichfalls Personal verringern.

Krause sagte: «Politik und Sozialpartner müssen ihren Fokus jetzt strikt auf
Rahmenbedingungen richten, die unsere Unternehmen in der Transformation unterstützen, die Wachstum ermöglichen und so dabei helfen, Beschäftigung zu sichern.» Im laufenden Jahr steht in der Branche die Tarifrunde über Lohn- und Gehalt an. Sie startet in der zweiten Jahreshälfte.

Auftragseingang im Dezember verbessert

Die Unternehmen im Südwesten konnten im Dezember zwar einen Zuwachs von gut 24 Prozent bei den Auftragseingängen verbuchen. Im Gesamtjahr erhielten sie damit 7,5 Prozent mehr Aufträge als im Vorjahr. Das Problem dabei: Die Entwicklung sei zum Teil auf einzelne Großaufträge zurückzuführen. Zudem schlage sie sich immer seltener in Produktion in Deutschland und in Baden-Württemberg nieder.

So habe der Produktionsumfang im Land trotz einer etwas positiveren Entwicklung zum Jahresende hin den Rückstand gegenüber dem Vorjahr nicht mehr vollständig aufholen können. Am Ende habe ein Rückgang von 0,3 Prozent in den Büchern gestanden, nachdem die Produktion bereits 2024 um mehr als acht Prozent geschrumpft war, wie Südwestmetall weiter mitteilte.

Die wirtschaftliche Lage der Unternehmen bleibt weiter angespannt. Krause sagte, 2025 werde voraussichtlich gut die Hälfte mit Verlusten
oder einer nicht ausreichenden Rendite von weniger als zwei Prozent abgeschlossen haben. «Immer mehr Unternehmen berichten uns, dass sie insbesondere im Inland kein Geld mehr verdienen.»

 

Weitere Nachrichten

Regelrecht "gekocht": Wie Hitze und Trockenheit Tiere plagen

Salamander, Wasseramsel, Steinkrebs und Co. leiden unter Niedrigwasser und steigenden Gewässertemperaturen. Fachleute warnen vor schrumpfenden Beständen und verlorenen Lebensräumen.

Alternative Antriebe: So beliebt sind Elektroautos im Südwesten

In Baden-Württemberg wächst das Interesse an E-Autos. Mehr als ein Viertel aller Neuwagen fahren ausschließlich mit Strom. Nur in zwei Bundesländern sind E-Autos noch beliebter.

Umfrage: Fast jeder dritte Studierende wohnt bei den Eltern

Nach der Schule nichts wie raus aus dem Kinderzimmer? Das gilt für viele Studierende im Südwesten nicht, zeigt eine neue Erhebung. Wo Studierende am häufigsten wohnen - und wie sie zur Uni kommen.

Geld Münzen

Pensionsrücklagen: Hessen und Baden-Württemberg legen gemeinsam Geld an

Die Länder und der Bund müssen dafür sorgen, die künftigen Pensionen ihrer Beamten zahlen zu können. Ein neuer Spezialfonds soll die Rücklagen von Hessen, Baden-Württemberg und dem Bund sichern.

Nächste Auswilderung: So heißt die neue Luchskatze im Schwarzwald

Das Land bemüht sich um eine Wiederbesiedlung Baden-Württembergs mit Luchsen. Nun sind es zwölf Tiere. Woher der Neuzugang kommt und wer ihm seinen Namen gegeben hat.

Brand in Sortieranlage im Rheinhafen - eine verletzte Person

Im Karlsruher Rheinhafen gerät eine Sortieranlage in Brand. Die Feuerwehr ist mit zahlreichen Kräften vor Ort. Entwarnung folgt rasch.






















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.