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Milder Winter mit viel Sonne – aber ohne Rekorde in Baden-Württemberg

News Milder Winter mit viel Sonne – aber ohne Rekorde in Baden-Württemberg

Quelle: Silas Stein/dpa
dpa

Der Winter war milder als der Durchschnitt. An den Rekord des vergangenen Jahres kommt er aber deutlich nicht heran.

Mild, sonnig, trocken mit einem nassen Abschied: Nach der Rekordmilde im vergangenen Jahr hat der zu Ende gehende Winter in Baden-Württemberg keine Rekorde gebrochen. Vielmehr reihte er sich ein in eine lange Reihe warmer Winter, wie aus der vorläufigen Bilanz des Deutschen Wetterdienstes (DWD) hervorgeht. Basis sind erste Auswertungen von bundesweit rund 2.000 Messstationen.

Die Experten ermittelten eine Durchschnittstemperatur für den baden-württembergischen Winter von 2,0 Grad Celsius, der Februar fiel mit 2,1 Grad nur unwesentlich wärmer aus. Das ist zwar milder als der Durchschnitt vergangener Jahre, aber bei weitem nicht so warm wie der Winter 2023/2024, der mit 4,2 Grad im Durchschnitt der mildeste war, seit die Temperaturen gemessen werden. Dennoch ist der nun ablaufende Winter «der 14. Mildwinter in Folge», wie der DWD berichtete.

Zum Vergleich: In der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990 wurde über die Wintermonate Dezember, Januar und Februar in Baden-Württemberg eine Durchschnittstemperatur von 0 Grad gemessen, im Februar waren es in diesem Zeitraum 0,5 Grad.

Spitzenwert lag bei 18,9 Grad

Kalt war der nun ausklingende Winter vor allem rund um den Jahreswechsel, zu Beginn der zweiten Januardekade sowie in der dritten Februarwoche. Der DWD erinnert an markante Temperaturstürze und strenge Nachtfröste. Nur Tage später erreichten die Werte am 21. Februar in Metzingen am Nordrand der Schwäbischen Alb einen Spitzenwert von 18,9 Grad. Das ist eine der bundesweit höchsten Temperaturen in der vergangenen kalten Jahreszeit.

Der Niederschlag fiel laut DWD etwas geringer aus mit 204 Litern pro Quadratmeter (Referenzperiode: 224 Liter). Die Sonne legte hingegen zu und flutete den Südwesten 225 Stunden lang (Referenzperiode: 169 Stunden), in den Gipfellagen des Schwarzwaldes sogar über 300 Stunden.

Für Meteorologen geht der Winter in jedem Jahr vom 1. Dezember bis zum 28. Februar. Auch aus statistischen Gründen berechnen die Forscher ihre Daten in ganzen Monaten. Der kalendarische Frühlingsanfang wechselt, denn er hängt vom Sonnenstand ab: Die Sonne steht an diesem Termin senkrecht über dem Äquator. In diesem Jahr beginnt der Frühling im Kalender am 20. März.

 

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