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Mit 40,6 Grad: Temperaturrekord in Baden-Württemberg geknackt

Nachrichten Mit 40,6 Grad: Temperaturrekord in Baden-Württemberg geknackt

Quelle: Thomas Warnack/dpa
dpa

Baden-Württemberg schwitzt – und der Deutsche Wetterdienst meldet den nächsten Temperaturrekord. So heiß war es im Südwesten noch nie. Welche Faktoren die Extremwerte beeinflussen.

So warm war es in Baden-Württemberg noch nie seit Beginn der Aufzeichnung von Wetterdaten: In Waghäusel-Kirrlach im Landkreis Karlsruhe sind am Freitag 40,6 Grad gemessen worden, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) auf Grundlage vorläufiger Daten mitteilte. Der bisherige Temperaturrekord lag bei 40,3 Grad, die das Thermometer am 20. Juli 2022 in Bad Mergentheim (Main-Tauber-Kreis) zeigte.

In Waghäusel-Kirrlach war am Donnerstag bereits der Juni-Rekord geknackt worden – und nun gleich übertroffen worden. Wie lange der Höchstwert Bestand hat, wird sich zeigen müssen. Am Samstag erwartet der Wetterdienst im Südwesten Temperaturen von bis zu 41 Grad. In der Kurpfalz könnten lokal sogar 42 Grad erreicht werden. Die Wetterdaten werden seit 1881 aufgezeichnet.

Oberrheingraben gut für Temperaturrekorde

Hohe Temperaturen werden in Baden-Württemberg dem DWD zufolge häufig in Nordbaden gemessen. Eine Rolle spielt dabei die Lage: «Die tief gelegene Lage im Oberrheingraben im Regenschatten von Pfälzerwald und Odenwald begünstigt die häufigen Temperaturextrema», erklärten die Meteorologen.

Der Stadtteil Kirrlach in Waghäusel sei mit 105 Metern über dem Meeresspiegel einer der tiefstgelegenen Orte im Bundesland. Tiefer liege nur Mannheim mit 98 Metern – und sei daher auch oft der Zweit- oder Drittplatzierte des jährlichen Höchsttemperatur-Rankings.

Auf Lage der Messstation kommt es auch an

Zudem dürften sogenannte lokalklimatische Effekte wie die Bebauungsstruktur in unmittelbarer Nähe der Station eine Rolle spielen. In Kirrlach sei sie innerorts in einem Wohngebiet aufgestellt, in Mannheim außerorts in Stadtrandnähe.

Bei einem Idealstandort nach den Vorgaben der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) wird laut dem DWD über kurzgehaltenem Rasen in zwei Metern Höhe, abschattungs- und hindernisfrei die Temperatur gemessen. In der Praxis könnten diese Idealbedingungen aber nicht immer zu 100 Prozent umgesetzt werden. Daher könnten sich lokale Effekte an Messstandorten im Einzelfall auf Messwerte auswirken.

 

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