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Steuererklärung per „One Click“ geht am 1. Juli an den Start

Nachrichten Steuererklärung per „One Click“ geht am 1. Juli an den Start

Quelle: Sina Schuldt/dpa
dpa

Die lästige Steuererklärung mit nur einem Klick direkt auf dem Smartphone erledigen: Das war für viele bisher eine Wunschvorstellung. Jetzt wird sie Realität, aber nicht für jeden.

Ab 1. Juli können Steuererklärungen per Smartphone mit deutlich weniger Aufwand abgegeben werden. Als Erstes kommen nach Angaben des bayerischen Finanzministeriums ledige, kinderlose Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern sowie Bezieherinnen und Beziehern von Alterseinkünften in den Genuss der Steuererklärung per «One Click».

Bayern hatte die neue Funktion im Auftrag von Bund und Ländern entwickelt und programmiert, sie steht wie die bekannte Elster-Anwendung für generelle Steuererklärungen in allen Bundesländern zur Verfügung. Von der neuen Elster-App-Funktion könnten gleich zu Beginn rund 11,5 Millionen Steuerpflichtige profitieren.

Weitere Nutzergruppen sollen schnell umgesetzt werden

«Wir bringen die Steuererklärung dorthin, wo die Menschen sie erledigen wollen: Unkompliziert, schnell, sicher und vollständig digital über die „MeinELSTER+“-App. Unser „‚ELSTER“‚-Angebot wollen wir auch weiterhin optimieren und ausbauen», sagte Bayerns Finanzminister Albert Füracker (CSU). «Neue Services und weitere Nutzergruppen sind schon in Planung und werden so schnell wie möglich umgesetzt.»

Lob aus NRW, Baden-Württemberg und Niedersachsen

Für Baden-Württembergs Finanzminister Danyal Bayaz (Grüne) spart die neue Möglichkeit «Zeit, Nerven und unnötige Bürokratie. So wird im Alltag ganz konkret spürbar, was ein moderner Staat leisten kann: Er denkt mit und macht es den Menschen einfach». NRW-Finanzminister Marcus Optendrenk (CDU) sieht die Steuererklärung für viele Menschen damit «so einfach wie nie zuvor».

«Mit diesem Angebot bringen wir die Steuererklärung dorthin, wo die Menschen heute ohnehin schon vieles erledigen: auf das eigene Smartphone», sagt Niedersachsens Finanzminister Gerald Heere (Grüne). Wer mit den bereits automatisch bereitgestellten Daten einverstanden sei, könne seine Steuererklärung künftig innerhalb weniger Minuten per App absenden.

Kritik von Lohnsteuervereinen

Doch es gibt auch Kritik am neuen Verfahren – etwa von Lohnsteuerhilfevereinen. Sie warnen, dass Nutzern finanzielle Nachteile entstehen könnten, da die App sie möglicherweise nicht ausreichend auf mögliche Steuereinsparmöglichkeiten hinweist.

 

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