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Blutvorräte schrumpfen wegen Hitze – Appell zum Spenden

Nachrichten Blutvorräte schrumpfen wegen Hitze – Appell zum Spenden

Quelle: Oliver Berg/dpa
dpa

Bei der Hitze geht so mancher vielleicht lieber ins Freibad als zur Blutspende. Deshalb schlägt nun der Blutspendedienst Alarm und appelliert an die Menschen, weiterhin spenden zu gehen.

Die Sommerhitze macht derzeit auch den Blutbanken in Baden-Württemberg zu schaffen. «Erfahrungsgemäß sinkt bei sommerlicher Hitze die Spendenbereitschaft alarmierend, während der Bedarf in Kliniken konstant hoch bleibt», teilte der DRK-Blutspendedienst Baden-Württemberg-Hessen mit. Wegen der hohen Temperaturen würden Termine abgesagt und auch weniger gebucht.

Noch müsse zwar niemand befürchten, bei einem Notfall nicht mit Blut versorgt zu werden, sagte eine Sprecherin. Aber sollten die Reserven weiter zurückgehen, könnte es sein, dass planbare Operationen verschoben werden müssten. «Damit es nicht zu Einschränkungen in der Patientenversorgung kommt, sind wir gerade jetzt auf jede einzelne Blutspende angewiesen», erklärte die Sprecherin.

Noch Reserve für zwei Tage

Der Blutspendedienst misst seine Blutreserven in sogenannten Tagesreichweiten. Die geben an, wie lange die Blutreserven noch ausreichen, wenn es gar keine neuen Spenden geben würde. Um gut aufgestellt zu sein, brauche man vier bis fünf Tagesreichweiten Blut vorrätig, hieß es. Aktuell liege die Tagesreichweite aber nur bei etwa zwei Tagen.

Anfang des Jahres hatte es beim DRK-Blutspendedienst schon mal einen ähnlichen Blutkonserven-Notstand gegeben, berichtete die Sprecherin. Damals hatten Feiertage, Glatteis und Grippewelle zusammengewirkt und ließen die Blutreserven sogar auf 1,5 Tagesreichweiten schrumpfen. Auch damals hatte der Blutspendedienst zum Blutspenden aufgerufen. Bereits innerhalb einer Woche habe man da eine Erholung der Bestände bemerkt. Nun erhofft man sich laut der Sprecherin erneut einen solchen Effekt.

Blut wird täglich gebraucht

Blut wird täglich benötigt, etwa nach Unfällen, bei Operationen, Geburten oder zur Behandlung schwerer Erkrankungen. Allein in Baden-Württemberg und Hessen brauche man täglich 3.000 Blutspenden, hieß es weiter. Blut kann nicht künstlich hergestellt werden und ist nur begrenzt haltbar. Blutplättchen etwa, die unter anderem in der Krebstherapie zum Einsatz kommen, halten nur vier Tage. Deshalb müsse durchgehend gespendet werden.

Auch wenn das Thermometer laut dem Deutschen Wetterdienst in den nächsten Tagen immer wieder über 35 Grad anzeigen soll, kann man sicher Blutspenden gehen. Laut dem DRK-Blutspendedienst sollte man darauf achten, ausreichend zu essen und zu trinken. Nach der Spende sollte körperliche Anstrengung in der Sonne vermieden werden.

 

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