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Nächste Hitzewelle rollt an – so heiß wird es diese Woche

News Nächste Hitzewelle rollt an – so heiß wird es diese Woche

Quelle: Thomas Warnack/dpa
dpa

Nach wenigen Wochen Verschnaufpause kommt die nächste Hitzewelle auf den Südwesten zu. Wann selbst nachts lüften nicht mehr viel hilft und warum durch Gewitter wenig Abkühlung zu erwarten ist.

Baden-Württemberg steuert in dieser Woche auf die vierte Hitzewelle dieses Sommers zu. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartet den Höhepunkt am Donnerstag – mit bis zu 40 Grad am Oberrhein und 37 bis 38 Grad im Stuttgarter Raum.

Im Laufe des Tages bleibt es sonnig und die Temperaturen liegen voraussichtlich zwischen 27 und 32 Grad – vergleichsweise mild im Vergleich zum Rest der Woche. Die Nacht auf Mittwoch ist demnach für mehrere Tage die letzte kühle, so Meteorologe Marc Joußen vom DWD Stuttgart. «Da lohnt es sich vor den Hitzetagen, nochmal richtig durchzulüften.»

Am Mittwoch steigen die Temperaturen bereits spürbar auf bis zu 38 Grad. «Der wärmste Tag wird aber zunächst der Donnerstag sein», so der Meteorologe. Auch abseits der bekannten Hitzezonen wird es demnach sehr heiß: Auf der Schwäbischen Alb und im mittleren Schwarzwald sind 33 bis 35 Grad möglich, selbst auf dem Feldberg könnten es noch rund 25 Grad werden. In Ulm müssen sich die Menschen auf bis zu 37 Grad einstellen.

Rekorde sind nach aktuellem Stand nicht zu erwarten – für dieses Jahr aber weiter möglich. «Bis Mitte August geht da noch was», so Joußen – danach werden die Nächte länger und die Chancen auf Extremwerte sinken.

Tropennächte ab Donnerstag

Ab Donnerstag sind zudem Tropennächte möglich – also Nächte, in denen die Temperatur nicht unter 20 Grad fällt. Zum Wochenende zieht schwüle Mittelmeerluft auf, die Luft wird drückend. «Spätestens ab der Nacht auf Freitag lohnt sich das nächtliche Lüften nicht mehr großartig.»

Ab Freitag steigt die Gewittergefahr – unter anderem im Bergland, auf der Schwäbischen Alb und am Bodensee, aber auch im Flachland sind Unwetter nicht ausgeschlossen. Am Sonntag könnte es stellenweise heftig werden. Wer ein Gewitter als Erleichterung erhofft, dürfte enttäuscht werden – denn die Schauer und Gewitter, die ab Freitag erwartet werden, machen die Hitze Joußen zufolge eher noch unangenehmer.

Was die Trockenheit im Südwesten angeht, dürften die erwarteten Gewitter kaum Abhilfe schaffen. «Gewitter fallen nicht verbreitet, die Trockenheit wird erstmal so bleiben und sich in manchen Regionen sogar noch verstärken», sagte Joußen. Erst Anfang August könnte sich die Lage möglicherweise etwas entspannen.

Die Waldbrandgefahr steigt parallel zur Hitze deutlich an. Die DWD-Karte zeigt für Donnerstag in weiten Teilen Baden-Württembergs die höchsten Gefahrenstufen 4 und 5.

Fast alle Tage im Juli zu warm

Der Blick auf den bisherigen Monat zeigt, wie außergewöhnlich der Sommer 2026 ist: In Stuttgart lagen demnach 23 der ersten 27 Julitage über dem langjährigen Mittel, nur ein Tag war normaltemperiert, zwei Tage zu kalt. Bis Monatsende dürften es 28 zu warme Tage werden. Insgesamt zählte Joußen seit Mai bereits vier Hitzewellen – eine fünfte hält er zumindest für möglich.

 

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