News aus der Fächerstadt
Naturkundemuseum Karlsruhe & LUBW: Nachtfalter leiden wegen schwindender Biotope

News aus der Fächerstadt Naturkundemuseum Karlsruhe & LUBW: Nachtfalter leiden wegen schwindender Biotope

Quelle: Philipp von Ditfurth/dpa/Bildarchiv
dpa

Nachtfalter leiden in Baden-Württemberg vor allem unter den schwindenden nährstoffarmen Lebensräumen wie Magerrasen, Heiden und Niedermoore.

Der Verlust an Nachtfalterarten von 15 Prozent in diesen Biotopen in den vergangenen 50 Jahren sei überdurchschnittlich hoch, teilten die Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) und das Staatliches Museum für Naturkunde Karlsruhe am Dienstag mit. «Nährstoffarme Lebensräume sind die Schatzkästchen der Natur. Hier ist eine große Vielfalt an Arten zu finden», sagte LUBW-Präsident Ulrich Maurer laut Mitteilung.

«Nachtfalter sind hochgradig an ihre Lebensräume angepasst», erklärte Maurer. «Verschwindet die Vielfalt der Lebensräume, geht auch die Vielfalt der Arten zurück.» Nachtfalterarten wie das Trockenrasen-Flechtenbärchen und die Röhricht-Goldeule seien auf genau solche Lebensräume angewiesen und besonders selten geworden.

Auch die Spezialisierung auf klimatische Verhältnisse führt demnach zu Artenverlust. In Hochlagen betrage das Minus bis zu 19 Prozent. An kühlfeuchte Lebensräume angepasste Arten wie die Mondfleckglucke ziehen sich in Hochlagen zurück oder sterben lokal aus, wenn es keine Ausweichmöglichkeiten gibt. Hingegen sei der Anteil mediterraner Nachtfalterarten seit dem Jahr 2000 um 7 Prozent gestiegen.

Hintergrund der Untersuchung sind Daten eines umfangreichen Monitorings, das vergangenes Jahr vorgestellt wurde. Die beiden Institutionen haben nun wissenschaftlich ausgewertet, welchen Einfluss bestimmte Faktoren auf den gravierenden Rückgang der Nachtfalter haben. Das Ergebnis ist eine rund 800 Seiten starke Publikation. «Die nun vorgelegte wissenschaftliche Veröffentlichung zeigt präzise den Umfang des Faunenwandels und wie wichtig das Forschen nach seinen Ursachen ist», betonte Schmetterlingsexperte Robert Trusch vom Naturkundemuseum und einer der Verfasser.

 

Weitere Nachrichten

01. Mai: Regeln für den Feiertag - was ist erlaubt und was verboten?

Feiern, Sport, Gartenarbeit: Am 1. Mai in BW ist Rücksicht Pflicht. Wer zu laut wird, riskiert Ärger – und das nicht nur mit den Nachbarn. Wo die Grenzen verlaufen, zeigt unser Überblick.

Aprilende bringt Sonne - so wird das Wetter am 01. Mai

Sonniges Wetter und steigende Temperaturen locken zur Wochenmitte nach draußen. Doch es ist auch Vorsicht angesagt: Die Waldbrandgefahr steigt. Das dürfte vor allem am 1. Mai ein Thema werden.

EnBW warnt "zum Schutz von Leben" vor Betreten von leerem Stausee in Forbach

Der leere Stausee an der Schwarzenbach-Talsperre zieht die Menschen an - am Sonntag mussten zwei Verletzte gerettet werden. Welche Sicherheitsmaßnahmen laut dem zuständigen Energieversorger bestehen.

Wolfswelpen im Sommer? Sechster Wolf in Baden-Württemberg sesshaft

Ein weiterer Wolf ist im Südwesten sesshaft - damit streifen fünf Rüden und eine Wölfin durch die Wälder. Auf ein Rudel wird weiter gewartet.

"Eine Gnade": Ministerpräsident Kretschmann verabschiedet sich nach 15 Jahren

Manche Jugendliche können sich an gar keinen anderen Ministerpräsidenten erinnern - nun hat Winfried Kretschmann nach 15 Jahren im Amt seinen Abschied genommen. Was sagen die Weggefährten dazu?




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 













Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.