News aus Baden-Württemberg
Abruf-Lokführer sollen Zugausfälle im Südwesten reduzieren

News aus Baden-Württemberg Abruf-Lokführer sollen Zugausfälle im Südwesten reduzieren

Quelle: Pixabay
dpa

Die ersten 30 Quereinsteiger haben im Südwesten ihre Ausbildung zum Bahnfahrer gestartet und sollen künftig Eisenbahnunternehmen bei Ausfällen unter die Arme greifen.

Die Auszubildenden in dem Projekt des Lokführer-Pools sollen ab Mitte nächsten Jahres einsatzbereit sein. Der Pool diene dazu, vorübergehende Personalengpässe zu verhindern und damit Zugausfälle zu vermeiden, sagte Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) am Donnerstag bei der Vorstellung des neuen Projekts.

Die Lokführerinnen und Lokführer werden nach Tarif bezahlt und sind bei DB Regio angestellt, aber sie sollen sämtliche Bahnunternehmen unterstützen. Die Bereitschafskräfte werden in Tübingen, Stuttgart, Heilbronn, Freiburg, Ulm und Villingen-Schwenningen stationiert. Nicht jeder Lokführer kann laut Hermann immer auf jeder Strecke fahren. Aber es sei geplant, sie im ganzen Bundesland einzusetzen. Im nächsten Jahr werden nach Angaben der Bahn weitere 20 Lokführer ausgebildet, um ab April 2022 auf Abruf zu fahren.

Die Bedarfsanmeldungen der Unternehmen sollen mit einem Vorlauf von 70 Tagen vor dem gewünschten Einsatz erfolgen. Das sei keine Sitzbereitschaft im klassischen Sinne, sagte David Weltzien, Chef der DB Regio Baden-Württemberg. Ein Großteil der Fahrer aus dem Pool werde durchgängig im Einsatz sein. Kalkuliert ein Unternehmen zu knapp, soll es Bereitschaftspersonal kostenpflichtig ausleihen können. So soll verhindert werden, dass Unternehmen durch den Pool eigenes Personal einzusparen versuchen.

Ein Viertel aller Ausfälle im Südwesten geht nach früheren Angaben auf fehlende Lokführer zurück. Daneben sind laut Hermann Probleme mit neuen Fahrzeugen, Weichen- und Signalstörungen, Personenunfälle und Verspätungen von Fernzügen Verspätungsursachen.

Weitere Nachrichten

Jahresbilanz: "Beispiellose Ausbreitung" - Sommerhitze nutzt der Tigermücke

Während heimische Plagegeister dieses Jahr kaum eine Chance hatten, eroberte ein früherer Exot so viele Kommunen im Südwesten wie nie zuvor. Was tun gegen den kleinen Blutsauger?

Fake-Kryptowährung: Durchsuchung auch in Karlsruhe - Ermittler pfänden Ferrari

Ein Ferrari, Datenträger und zahlreiche Beweismittel: Zwei Männer sollen mit einer Fake-Kryptowährung mehrere hunderttausend Euro eingenommen haben.

Ausgebüxt in Richtung Rennbahn - Polizei muss Rinder einfangen

Rund zehn ausgebüxte Rinder haben am frühen Sonntagmorgen in Iffezheim (Kreis Rastatt) einen Polizeieinsatz ausgelöst. Die Tiere waren gegen 7.00 Uhr auf einer Straße in Richtung der bekannten Galopprennbahn Iffezheim unterwegs, wie die Polizei mitteilte.

Forschungsprojekt: Spürhunde sollen Borkenkäfer in Wäldern erschnuppern

Borkenkäfer sind für Förster oft erst spät zu erkennen. In Baden-Württemberg sollen speziell trainierte Hunde verdächtige Bäume aufspüren – wie zuverlässig sind sie?

Erstmals seit 200 Jahren: Was der neue Luchsnachwuchs für Baden-Württemberg bedeutet

Erstmals seit 200 Jahren gibt es Luchsnachwuchs im Südwesten. In den vergangenen Monaten wurden vier Junge bei drei Weibchen nachgewiesen. Ein Fund im Südschwarzwald könnte auf Zuwanderung hindeuten.




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 




Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.