News aus Baden-Württemberg
Der Wald als Patient: Forstminister Hauk stellt Strategie 2050 vor

News aus Baden-Württemberg Der Wald als Patient: Forstminister Hauk stellt Strategie 2050 vor

Quelle: Kevin Schumacher

Der Wald in Baden-Württemberg ist ein Patient und wird es auch noch lange bleiben. Damit er aber in einigen Jahrzehnten ausreichend aufgestellt ist, um dem Klimawandel zu trotzen, hat das Land eine Waldstrategie erstellt. Nicht alleine, sondern in langen Gesprächen.

Nach einem millionenschweren Notfallplan mit kurzfristigen Hilfen für den schwer geschädigten Wald will das Land mit einer neuen Waldstrategie die Weichen stellen für die kommenden Jahrzehnte. Ziel müsse es sein, ein langfristiges Programm zu erstellen, um den Wald bis zum Jahr 2050 klimastabil zu machen, teilte Forstminister Peter Hauk (CDU) mit. In einem Online-Forum will er heute gemeinsam mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) die insgesamt 21 formulierten Eckpunkte der Waldstrategie vorstellen.

In den vergangenen Monaten waren die wichtigsten Inhalte für eine solche Waldstrategie in Gesprächen und Arbeitskreisen ausgetauscht und festgehalten worden. Eingebunden wurden dabei unter anderem die Forstwirtschaft und die Waldbesitzer ebenso wie Naturschützer, Tourismus, Regional- und Jugendverbände, Stadtplanungsämter und Wissenschaftler. Die Eckpunkte der langlebigen Strategie sollen das Waldmanagement in Zeiten des Klimawandels genauso betreffen wie den Wald als Erholungsraum, die Kommunikation und Bio- diversität, das Wildtiermanagement und die Digitalisierung.

Nicht nur in Baden-Württemberg wird der Wald zunehmend zum Patienten. Nach dem aktuellen Waldzustandsbericht des Forstministeriums gelten 46 Prozent der Waldfläche als deutlich geschädigt, im Jahr zuvor lag der Wert noch drei Prozentpunkte darunter. Schäden sind laut Bericht auf die Folgen von Hitze und Dürre zurückzuführen, auch der Borkenkäfer hinterlässt seine Spuren. Vor allem die Fichte, noch häufigste Baumart im Land, entwickele sich besorgniserregend.

Das Land unterstützt Waldbesitzer seit diesem Sommer mit 30 Millionen Euro pro Jahr – die Mittel sind auf vier Jahre ausgelegt. Anspruch auf Hilfe haben private und kommunale Waldbesitzer. Staatliche Hilfen gibt es nach Hauks Angaben unter anderem für die Aufarbeitung, die Lagerung und den Transport des Schadholzes. Außerdem für das Auffinden der vom Borkenkäfer befallenen Bäume und für den Aufbau klimastabiler Wälder. Das Land will auch zusätzlich Geld in die Forschung investieren.

 

Weitere Nachrichten

40 Prozent mehr Verurteilungen wegen Kinderpornografie

Eigentlich geht die Kriminalität im Südwesten zurück. Doch Verbrechen rund um Kinderpornografie bereiten den Ermittlern Kopfzerbrechen - die Zahl der Verurteilungen explodiert geradezu. Die Ursache ist in den USA zu finden - und allzu häufig auf heimischen Schulhöfen.

Unfallbilanz: Zahl der Verkehrsunfälle steigt deutlich an

Die Corona-Maßnahmen sind weitgehend abgeschafft, die Menschen sind wieder draußen und unterwegs. Das zeigt sich auch an der Unfallbilanz.

Kultusministerin will bei Gasmangel-Lage Teil der Bäder offenhalten

Ist ein Badeverbot bei einer verschärften Gaskrise im Herbst und Winter zumutbar? Kretschmann will notfalls Schwimmbäder zusperren lassen. Doch es gibt Widerspruch aus dem eigenen Lager.

Ausbau von Rheintalbahn: Naturschutzverbände haben Bedenken

Beim geplanten Ausbau der Güterbahnstrecke im Rheintal haben Naturschutzverbände im Südwesten schwere Bedenken geltend gemacht.

Rentenversicherung in Karlsruhe warnt vor Telefonbetrügern

Trickbetrüger drohen in Baden-Württemberg vermehrt mit einer angeblichen Sperrung der Sozialversicherungsnummer.




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 




Auch interessant


Hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

Daumen hoch, wenn Ihnen der Artikel gefallen hat, oder zeigen Sie uns, dass wir uns verbessern können.

0%
0%

Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.