Neues Landratsamt
Neugestaltung des Karlsruher Landratsamts-Areals wird konkreter

Neues Landratsamt Neugestaltung des Karlsruher Landratsamts-Areals wird konkreter

Quelle: Landratsamt Karlsruhe Pressestelle

Der Landkreis geht weitere wichtige Schritte auf dem Weg zur Neugestaltung des Landratsamt-Areals. Über die gemeinsame Grundstücksentwicklung mit der Stadt Karlsruhe, der aktuelle Sachstand und die Erweiterung des Raumprogramms wurde nun gesprochen.

Neugestaltung des Landratsamts wird konkreter

Wie in einer Pressemeldung informiert wird, geht der Landkreis Karlsruhe weitere wichtige Schritte auf dem Weg zur Neugestaltung des Landratsamt-Areals.

Die gemeinsame Grundstücksentwicklung mit der Stadt Karlsruhe, der aktuelle Sachstand und die Erweiterung des Raumprogramms standen auf der Agenda der Kreistagssitzung am Donnerstag, 28. April, die in der Altenbürghalle Karlsdorf-Neuthard stattfand.

 

Stadt & Landkreis nutzen Areal künftig gemeinsam

Der Kreistag stimmte einer Absichtserklärung – einem sogenannten Letter of Intent – mit der Stadt Karlsruhe zu. Stadt und Landkreis wollen zukünftig das Grundstück gemeinsam weiter entwickeln.

Grundlage hierfür ist ein Tausch der Grundstücksfläche am Ettlinger Tor gegen die Flächen, auf denen in der Süd-West-Ecke des Grundstücks Badenwerkstraße/Hermann-Billing-Straße ein weiterer Hochpunkt vorgesehen ist.

Landkreis und Stadt erhoffen sich bei einer gemeinsamen Nutzung auch Synergieeffekte. Wunsch der Stadt ist es, dass die Grünflächen in der sogenannten „Grünen Mitte“ auch weiterhin für die Öffentlichkeit nutzbar bleiben und wie bisher nicht unterkellert werden.

 

51.000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche geplant

Infolge des dadurch möglichen Vorrücken des Baukörpers Richtung Ettlinger Tor wird die potenziell nutzbare Verwaltungsfläche auf dem Areal vergrößert. Insgesamt könnten derzeit rund 51.000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche gebaut werden.

Der Kreistag beauftragte in seiner Sitzung im Januar die Verwaltung damit, das Raumprogramm fortzuschreiben. Dazu wurde untersucht, ob es wirtschaftlich sinnvoll ist, ausgelagerte Verwaltungseinheiten, die bislang nicht im Raumprogramm enthalten waren, zukünftig im neuen Landratsamt aufzunehmen. Konkret betraf das die derzeit angemieteten Flächen des Abfallwirtschaftsbetriebs, des Forst- und des Landwirtschaftsamtes, des Vermessungsamtes sowie des Kreisarchivs in Bruchsal.

 

Landkreisverwaltung benötigt 34.500 Quadratmeter

Unter Betrachtung der Mietpreise, Mietdauer, Synergien und Flächenkonsolidierungen ist die Verlagerung bei allen Standorten außer dem Kreisarchiv wirtschaftlich sinnvoll. Im Falle einer Zusammenlegung können zum Beispiel Verkehrsflächen eingespart, Sitzungs- und Besprechungsräume gemeinsam genutzt sowie laufende Kosten deutlich reduziert werden.

Eine Ausnahme bildet das Kreisarchiv: Aufgrund der großen Flächen zur Lagerung des Papiergutes ist die Verlagerung des Standorts langfristig im Neubau wirtschaftlich nicht darstellbar. In Summe ergäbe sich so für die Landkreisverwaltung ein Flächenbedarf von rund 34.500 Quadratmetern Bruttogeschossfläche. Für die noch freien Flächen sollen weitere Interessenten gewonnen werden.

 

Langbau entlang der Kriegsstraße wurde konkret

Im Langbau entlang der Kriegsstraße wurde es bereits konkret. Die vorbereitenden Maßnahmen im Foyer und Zwischenbau sowie die Arbeiten für das technische Interim sind abgeschlossen. Im nächsten Schritt beginnen die Rückbauarbeiten im Gebäudeinneren.

Der sichtbare Rückbau des Langbaus beginnt voraussichtlich im Herbst 2022. Bis Mitte des Jahres wird das noch auf dem Dach des Langbaus vorhandene und technisch nicht mehr ausfallsichere Rückkühlwerk für die Kälteanlagen des Hochhauses als Interim auf der Wiese an der Beiertheimer Allee errichtet.

 

Zukünftige Nutzungen werden weiter konkretisiert

Fortschritte gibt es auch bei den Gutachten und damit verbundenen Abstimmungen mit der Stadt Karlsruhe sowie den Untersuchungen zur Bauabschnittsbildung. Neben den bereits bestehenden Partnern der Unfallkasse Baden-Württemberg sowie der Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie Baden konkretisiert sich außerdem die Zusammenarbeit mit weiteren potenziellen externen Mietern.

So könnten Räumlichkeiten im neuen Dienstgebäude in Form einer betriebsärztlichen Praxis an das Arbeitsmedizinische Zentrum Karlsruhe und für eine Kindertagesstätte an einen externen Betreiber vermietet werden. Die Verwaltungsschule des Gemeindetags hat Interesse am Eigentum an einem Gebäudeteil innerhalb des Neubaus bekundet.

Ziel ist es, bis Juli 2022 entsprechende Verträge mit den zukünftigen Mietern bzw. Käufer abzustimmen. Nach der Zustimmung des Kreistags in der nächsten Sitzung könnten diese dann im zweiten Halbjahr 2022 unterschrieben werden, so dass die zukünftigen Nutzungen weiter konkretisiert wären.

 

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