News
Podcast-Strategie der Landesregierung: Wenig Hörer trotz hoher Kosten

News Podcast-Strategie der Landesregierung: Wenig Hörer trotz hoher Kosten

Quelle: Sebastian Kahnert/dpa
dpa

Mehr als 36.000 Euro für einen Podcast in zwei Jahren – aber zuletzt nur 256 Hörer. Die Podcast-Strategie der Landesregierung findet wenig Resonanz.

In den inzwischen fünf Podcasts der baden-württembergischen Landesregierung wird viel geredet, aber die Menschen zeigen daran zumeist sehr wenig Interesse. Für den Podcast «Cäshflow» von Finanzminister Danyal Bayaz (Grüne), bei dem es um Geld und Politik geht, interessierten sich zuletzt 416 Nutzer je Ausstrahlung, wie aus einer in Stuttgart veröffentlichten Antwort des Staatsministeriums auf eine Landtagsanfrage der SPD hervorgeht.

Bei der ersten Folge waren es noch 2.812 Nutzer. Die ersten 30 Folgen kosteten demnach im Schnitt 932,14 Euro. Inzwischen werde er in Eigenregie produziert, so dass keine Kosten mehr anfielen.

Kritik von der SPD

Der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Fraktion, Sascha Binder, sagte:
«Während der Finanzminister für die Zukunft unseres Landes nur ungern Geld rausrückt, war er bislang bei seinem eigenen Podcast äußerst großzügig.» Angesichts der mauen Zuhörendenzahlen der zwei bereits bestehenden Podcastformate verwundere es sehr, dass noch drei weitere Podcasts der Landesregierung hinzugekommen seien.

Beim Podcast «SpätzlesPress» vom Chef der Landesvertretung in Berlin, Rudi Hoogvliet (Grüne), sind von 2024 bis Mitte August Gesamtkosten von 36.179 Euro angefallen. Er zählte zuletzt 256 Nutzer, wie das Staatsministerium weiter mitteilte. Der Podcast des Innenministeriums befasste sich in vier Folgen mit dem Zivil- und Katastrophenschutz. Hier gab es Gesamtkosten von 49.230,30 Euro und insgesamt 14.230 Zuhörende.

Das Haus von Forstminister Peter Hauk (CDU) ging Mitte September mit «Unser Holz» an den Start. Nutzerzahlen lagen bisher nicht vor. Die Gesamtkosten betrugen 14.280 Euro. Das Wirtschaftsministerium gab für seine Variante «Löwenherz – der Wirtschaftspodcast» 2025 bislang lediglich 1.972,43 Euro aus, wie das Staatsministerium mitteilte. Die erste Folge zum Thema «Female Leadership» brachte es auf 233 Nutzer.

 

Weitere Nachrichten

Nach Kollision mit Felsblock: Kulturbahn bei Calw bis 01. Februar gesperrt

Zugreisende müssen auf der Kulturbahn noch den ganzen Monat Einschränkungen einplanen. Nach dem Felssturz muss ein Hang bei Calw gesichert werden.

Kleiner Waffenschein – Schutz oder Risiko für Bürger?

Schreckschuss-, Reizgas- und Signalwaffen boomen: Mehr als 115.000 Menschen besitzen inzwischen einen Kleinen Waffenschein. Die Polizei sieht darin ein Risiko – statt Schutz drohe Eskalation.

Laut Bericht: So viele Straftäter abgeschoben wie nie zuvor

In Baden-Württemberg wurden 2025 mehr als 1.000 Straftäter abgeschoben – laut Justizministerin Gentges so viele wie nie zuvor. Sie verweist auf einen klaren Fokus bei den Maßnahmen.

Pandemie-Hilfsgelder: Wirtschaftsministerin plant Erstattung bereits gezahlter Hilfen

Wer Corona-Hilfen zurückzahlen musste, kann jetzt auf eine Erstattung hoffen. Was das für 62.200 Betriebe und 437 Millionen Euro bedeutet – und warum das Finanzministerium jetzt am Zug ist.

Zeitfresser Stau: Pendler werden immer stärker ausgebremst

Stuttgart, Karlsruhe, Freiburg: Der Verkehr stockt spürbar, die Reisezeiten steigen. Wer täglich im Auto sitzt, zahlt mit Lebenszeit.

Polarlichter leuchten erneut kurz über Baden-Württemberg

Wieder sind Polarlichter am Himmel über Baden-Württemberg aufgetaucht. Damit ist laut Experten das Spektakel aber vorerst vorbei.






















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.