News
Premiere von „We will rock you“: Lohnt sich das Queen-Musical?

News Premiere von „We will rock you“: Lohnt sich das Queen-Musical?

Quelle: Bernd Weißbrod/dpa

120 Perücken, zwei Dutzend Welthits und eine schräge Story: Die Hymnen der Band Queen sind zurück auf der Musicalbühne im Südwesten – in völlig neuem Gewand. Fünf Gründe, warum sich ein Besuch lohnt.

Donnernde Gitarren, schrille Kostüme, große Gefühle: Das Queen-Musical «We Will Rock You» kommt nach 15 Jahren zurück nach Stuttgart – in völlig neuer Form. Am Freitag feierte die Inszenierung Premiere im Stage Palladium Theater.

Zugegeben: Es ist nicht ganz neu. Und klar, es mag günstiger sein, die Hits der Band im Radio oder auf einer 70- oder 80er-Jahre-Fete zu hören, als einen mitunter dreistelligen Betrag fürs Ticket zu zahlen. Trotzdem gibt es gute Gründe, warum ein Besuch der Queen-Show in der Landeshauptstadt lohnt. Hier sind fünf davon:

 

Die kultige Musik

Queen gilt als eine der besten und erfolgreichsten Rockbands der Welt. Mit ihrer Mischung aus Rock, Oper, Pop und Theatralik haben die Musiker um Sänger Freddy Mercury Generationen von Fans weltweit begeistert. Hits wie «Bohemian Rhapsody», «Another One Bites The Dust», «We Are The Champions» oder «We Will Rock You» sind längst zu epischen Hymnen geworden. Klar: Queen ist Kult. Und Mitglieder der Band haben auch bei der Entwicklung des Musicals mitgewirkt.

 

Die schräge Story

Anders als der Oscar-prämierte Film «Bohemian Rhapsody» erzählt die Show nicht die Geschichte der Band. Im Musical geht es um eine futuristisch-düstere Welt, in der Kreativität und Rockmusik verboten sind. Die Jugend wird durch computergenerierten Einheitsbrei-Pop unterdrückt. Instrumente sind verbannt. Im Hintergrund zieht der tyrannische Konzern Globalsoft mit der «Killer Queen» an der Spitze die Fäden. Der junge Held Galileo, ein Träumer, will sich nicht mit der glattgebürsteten Realität abfinden. Er sagt dem System den Kampf an – und gründet eine Band. Die Story ist eine Mischung aus Rock-Show und epischer Story über Individualität, Rebellion und Liebe.

 

Die neue Inszenierung

Die Queen-Show ist wahrlich nicht neu, feierte bereits im Jahr 2002 Premiere in London. Nach Angaben von Stage Entertainment haben schon 16 Millionen Menschen in 19 Ländern «We Will Rock You» gesehen. Auch in Stuttgart war das Musical bereits zu Gast – 2008 bis 2010. Trotzdem dürfte ein erneuter Besuch manchen Kenner überraschen: Der Stoff wurde nun komplett neu inszeniert, mit neuem Drehbuch, neuen Choreographien und jüngerer Besetzung.

Für die 32 Mitwirkenden liegen laut Stage 120 Perücken bereit. Allein die Perücke der «Killer Queen» habe 80 Stunden Arbeit benötigt, bis sie fertig gewesen sei. Zum Einsatz kommen zudem 60 verschiedene Lippenstifte, 300 Pinsel und mehrere tonnenschwere LED-Wände. Die Rockhymnen hingegen bleiben die bekannten – sie werden aber im Gegensatz zu damals alle auf Englisch gesungen, wie das Unternehmen verlauten lässt.

 

Die geschichtsträchtige Gitarre

Zur Premiere wird ein ganz besonderer Gast erwartet: «Queen»-Gitarrist Brian May möchte sich das Stück höchstpersönlich im Stuttgarter Stage Palladium Theater anschauen. May hat in den 1960ern eine Gitarre selbst gebaut, unter anderem mit Hölzern, die er im Keller oder auf dem Dachboden fand – seine legendäre «Red Special». Der Sound dieser Gitarre sei einzigartig, sagen Musiker. May hat dem Musical-Team Kopien seiner «Red Special» zur Verfügung gestellt – detailgetreu nachgebaut nach seinem Werk aus den 1960ern.

 

Der Mitmach-Faktor

Es ist auf jeden Fall kein Musical zum Zurücklehnen. Die Show mutiert im Handlungsverlauf zum Rockkonzert. Bei Songs wie «Radio Ga Ga» und «Don’t Stop Me Now» dürfte sich der Saal in eine singende Masse verwandelt. «Durch die Welthits ist das Publikum ganz anders angefixt», heißt es bei Stage. Alle Songs werden dabei gespielt von einer Live-Band. Die hockt nicht wie sonst im Orchestergraben, sondern auf einer Wand auf der Bühne, wo sie hoch- und runtergefahren wird. 24 Lieder von Queen stehen insgesamt auf dem Programm – und liefern einen knapp dreistündigen Energieschub.

 

Weitere Nachrichten

Studie: So viele Wohnungen fehlen in Baden-Württemberg

Im Südwesten wird seit Jahren weniger gebaut. Die Suche nach einer neuen Wohnung wird für viele Menschen oft zur Geduldsprobe. Die Krise hat aber auch Folgen für Wirtschaft und Staatseinnahmen.

Bombenfund in Karlsruher Südstadt: Entwarnung - Weltkriegsbombe entschärft

Der Blindgänger lag nur ein paar Dutzend Meter vom ICE-Gleis entfernt: Eine Weltkriegsbombe hat in Karlsruhe für Aufregung gesorgt. Am Ende gab es gute Nachrichten für die Anwohner und Reisenden.

Zahl der Handwerksbetriebe legt erstmals wieder leicht zu

Während es mehr Gebäudereiniger und Kosmetiker gibt, sinkt die Zahl der zulassungspflichtigen Handwerksbetriebe weiter. Doch es gibt auch positive Ausnahmen.

Zeugen gesucht: 250.000 Euro teures Luxus-Auto gestohlen

Der Schock saß sicher tief: Ein 72-Jähriger kommt zu seinem Auto - doch der 250.000 Euro teure Wagen ist plötzlich verschwunden. Nun ermittelt die Polizei.

Begünstigt der heiße Sommer Ausbreitung des Ochsenfrosches?

Fast 7.000 Ochsenfrösche wurden im vergangenen Jahr erlegt. Mit welchen Maßnahmen die Behörden die Ausbreitung der invasiven Art eindämmen wollen. Und warum diese womöglich vom Klimawandel profitiert.

Technik zum Fledermaus-Schutz bremst Hesse-Bahn aus

Technische Probleme bei der Fledermaus-Vertreibung bremsen derzeit die Hermann-Hesse-Bahn aus. Wann es wieder läuft wie gewohnt, steht noch nicht fest.



















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.