News aus Baden-Württemberg
Putzig und mit Geschichte: Drei Schneeleoparden in Wilhelma

News aus Baden-Württemberg Putzig und mit Geschichte: Drei Schneeleoparden in Wilhelma

Quelle: Harald Knitter
dpa

Drei kleine Schneeleoparden sind die neuen Stars in der Stuttgarter Wilhelma.

Wie der Zoologisch-Botanische Garten Stuttgart am Mittwoch mitteilte, tollt das Trio nach Wochen in der Wurfbox inzwischen im Freien herum. Dawa, Karma und Nyima wurden am 11. April geboren. Die Drillinge wagten zunächst nur frühmorgens und abends erste Ausflüge unter den Argusaugen von Mutter Kailash – und interessiert beobachtet von Vater Ladakh. Der darf seinen Nachwuchs vorerst nur als Zaungast vom Nachbargehege aus sehen. Die zwölf Wochen alten Leoparden sind laut Zoo so ungestüm und teilweise unbeholfen, dass sie zunächst ohne den Kater in Ruhe das Gehege kennen lernen sollen.

Die Raubkatzen-Mädchen haben eine besondere Familiengeschichte: Sie sind Enkelinnen von Dshamilja, der eine spezielle Bedeutung im Erhaltungszuchtprogramm der europäischen Zoos zukommt. Dshamilja wurde im zentralasiatischen Hochgebirge von Tadschikistan geboren und geriet mit fünf Monaten in die Schlagfalle von Wilderern. Sie büßte dabei ein Drittel ihres rechten Hinterfußes ein. Eine Anti-Wilderer-Einheit entdeckte das verletzte Jungtier auf einem Schwarzmarkt. Weil sie ohne Mutter und mit der Verstümmelung nicht in der Wildnis hätte überleben können, kam sie in den Züricher Zoo. Sie wurde 19 Jahre und mehrfache Mutter.

«Es motiviert unheimlich zu sehen, dass durch die Zusammenarbeit nicht nur das Einzeltier vor dem Tod gerettet werden konnte, sondern dies über Generationen dazu beiträgt, dass die einmalige Großkatzenart noch eine Zukunft hat», so Wilhelma-Direktor Thomas Kölpin. Die Weltnaturschutzunion IUCN stuft den Bestand dieser Tierart mit weniger als 4000 Tieren in der Natur als gefährdet ein.

 

Weitere Nachrichten

Krisendestillation: Zu wenig Konsum - Wird Württemberger Wein zu Putzmittel?

Die Menschen trinken immer weniger Wein. Was passiert mit den vielen Flaschen, die übrig bleiben? Die EU hat nun den Weg für eine Lösung frei gemacht.

Darum sind Fälschungen bei Fischereischeinen ein Problem

Interessenten zahlen teils Hunderte Euro für einen gefälschten Fischereischein. Was der Betrug für die Natur bedeuten kann - und wie die Behörden diesen Trend stoppen wollen.

Schwarz-rote Reformpläne: So viele Menschen im Land wären vom Minijob-Aus betroffen

Ginge es nach der Rentenkommission, wären Minijobs bald Geschichte. Doch wie viele Menschen im Südwesten wären von solch einem Schritt betroffen? Und wo arbeiten besonders viele Minijobber?

Online 21 Mädchen sexuell missbraucht - Mann verurteilt

Er spielte ihnen vor, er sei Jugendlicher, und brachte sie dazu, ihm pornografische Inhalte von sich selbst zu schicken. Nun muss ein 33-Jähriger für seine Missbrauchstaten hinter Gitter.

Verdächtige fliehen zu Fuß: Maskierte schießen vor Karlsruher Bar mit Schreckschusswaffe

Unbekannte Täter sollen in der Nacht vor einer Bar Schüsse abgegeben haben. Die Polizei findet Patronenhülsen und eine beschädigte Scheibe.




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 
















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.