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Quartalszahlen: Karlsruher EnBW mit Gewinnrückgang – Investitionen auf Rekordhoch

Nachrichten Quartalszahlen: Karlsruher EnBW mit Gewinnrückgang – Investitionen auf Rekordhoch

Quelle: Marijan Murat
dpa

EnBW plant Milliardeninvestitionen in Strom- und Gasnetze, verzeichnet aber einen Gewinnrückgang. Die Prognose für das laufende Geschäftsjahr bleibt stabil.

Schlechte Windverhältnisse und niedrige Wasserstände in Wasserkraftwerken drücken in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres auf die Stromproduktion des Karlsruher Energieversorgers EnBW. «Insbesondere die Offshore-Windverhältnisse waren deutschlandweit vor allem im ersten Halbjahr 2025 sehr schwach, auch im Vergleich zum langjährigen Durchschnitt», teilte das Unternehmen mit. Nur zum Teil hätten die rückläufigen Mengen des erzeugten Stroms durch höhere Erlöse aus Solarparks kompensiert werden können.

Im Segment Nachhaltige Erzeugungsinfrastruktur lag der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) in den ersten neun Monaten bei 1,6 Milliarden Euro – ein Rückgang von rund 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Im Segment Systemkritische Infrastruktur gab es hingegen ein Plus von fast 12 Prozent.

Das operative Konzernergebnis über alle Bereiche hinweg betrug 3,6 Milliarden Euro und lag damit mit einem Minus von 2,7 Prozent nur leicht unter dem des Vorjahreszeitraums (3,7 Milliarden). Der Konzernüberschuss sank deutlich um mehr als 62 Prozent auf 589 Millionen Euro. Die Prognose für das Gesamtgeschäftsjahr bestätigte der Konzern. Es werde bis Jahresende unverändert ein Ebitda zwischen 4,8 und 5,3 Milliarden Euro erwartet.

Investitionen auf Rekordhoch

Die Investitionen des Energieversorgers sind mit rund 4,7 Milliarden Euro nach Worten des stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden und Finanzvorstands Thomas Kusterer auf Rekordkurs und liegen rund 21 Prozent über dem Wert des Vorjahreszeitraums. «Das entspricht einem historischen Hoch», sagte er. «In der laufenden Dekade planen wir, bis zu 50 Milliarden Euro zu investieren.» Ein Schwerpunkt der Investitionen war seinen Worten zufolge in den Ausbau der Strom- und Gasnetze geflossen – wie etwa die Stromtrasse SuedLink, die Ende 2028 in Betrieb gehen soll.

Der Konzern ist der drittgrößte Versorger in Deutschland, sein größter Anteilseigner ist das Land Baden-Württemberg und der Zusammenschluss OEW von oberschwäbischen Landkreisen. Die EnBW versorgt rund 5,5 Millionen Kundinnen und Kunden und beschäftige Stand Ende September fast 31.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

 

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