Neue Mobilitäts-App „regiomove" vorgestellt
regiomove steht in den Startlöchern – App startet in Testbetrieb

Neue Mobilitäts-App „regiomove" vorgestellt regiomove steht in den Startlöchern – App startet in Testbetrieb

Quelle: Paul Gärtner

Es soll das neue Kapitel in der Geschichte der Mobilität in Karlsruhe aufschlagen: Bald soll es möglich sein, mit nur einem geringen Aufwand verschiedene Verkehrsmittel miteinander zu verknüpfen – um so idealerweise ganz aufs Auto verzichten zu können.

regiomove-App wird jetzt getestet

An dem Projekt wird schon lange gewerkelt, immerhin fiel der Startschuss bereits Ende 2017. Mit der Vorstellung der zugehörigen App nimmt „regiomove“ jetzt so richtig Fahrt auf. Das Ziel, das bereits seit Beginn des Mobiliätsprojekts über allem steht: Verschiedene Verkehrsmittel sollen möglichst einfach nutzbar miteinander verknüpft werden.

Wie das in der Praxis gelingen soll, das zeigt unter anderem die Präsentation der passenden Mobilitäts-App am Dienstag, 03. März 2020, bei der auch Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup anwesend war: „Mit regiomove bieten wir den Menschen in der TechnologieRegion Karlsruhe einen einfachen Einstieg in die umfängliche Nutzung verschiedener Mobilitätssysteme und leisten damit einen entscheidenden Beitrag zum Klimaschutz“, betont er bei dem Termin.

 

Auskunft und Buchung in einer App

Mit nur wenigen Klicks könnte so in der App eine ganz individuelle Reisekette erstellt und direkt in der Anwendung gebucht werden. „Damit möchten wir vor allem die Stadt-Umland-Fahrten attraktiver und umweltschonender gestalten und bieten alles, außer beamen“, ergänzt Verbandsdirektor Prof. Gerd Hager vom Regionalverband Mittlerer Oberrhein.

 

regiomove-App Vorstellung

v.l.: Prof. Dr. Gerd Hager (Verbandsdirektor des Regionalverbands Mittlerer Oberrhein), Dr. Frank Mentrup (Oberbürgermeister Stadt Karlsruhe) und Dr. Alexander Pischon (Geschäftsführer Karlsruher Verkehrsverbund) | Quelle: Paul Gärtner

 

„Ab sofort werden wir regiomove mit interessierten Testnutzern aus der Bevölkerung dem Praxis-Check unterziehen, um der App den letzten Feinschliff zu verpassen. Im September, das ist unser erklärtes Ziel, soll die App dann für Alle in den App-Stores von Google und Apple verfügbar sein“, kündigte KVV-Geschäftsführer Dr. Alexander Pischon an. Mit der Testversion können die Probanden bereits das volle Spektrum der Anwendung nutzen.

Bei der App lassen sich nach der einmaligen Anwendung nicht nur Fahrten mit den Nahverkehrsmitteln wie Bus, Tram, Regional- und Stadtbahn buchen, sondern auch beispielsweise Carsharing über Stadtmobil oder Leihräder über nextbike. Später sollen auch Taxen, E-Roller und Shuttles folgen. Im persönlichen Profil kann auch eine BahnCard oder ein KVV-Abo hinterlegt werden, das dann bei der Berechnung des Gesamtpreises berücksichtigt wird. Auch die Bezahlung wird über die App abgewickelt.

 

Fast fünf Millionen werden in regiomove-Entwicklung investiert

Ein weiteres Angebot: eine Live-Verkehrsauskunft. Diese berechnet auch die aktuelle Lage auf der Straße mit ein und gibt, zum Beispiel im Falle eines Staus, Varianten mit dem ÖPNV oder eine kombinierte Route vor. Erwähnt wird auch der CO2-Ausstoß, auch wenn den Machern bewusst ist, dass nicht jeder dauerhaft auf das Auto verzichten kann, so Pischon: „Das gilt insbesondere für den ländlichen Raum. Deshalb ist regiomove eine Mobilitäts- und keine reine ÖPNV-App. Wir wollen einen attraktiven Anreiz schaffen, umzusteigen.“

 

Vorstellung regiomove-App

| Quelle: Paul Gärtner

 

Fast fünf Millionen Euro werden vom Land Baden-Württemberg und dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) in das Projekt der TechnologieRegion Karlsruhe investiert. An der Umsetzung beteiligt sind: Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft, FZI Forschungszentrum Informatik, raumobil GmbH, PTV Group, INIT GmbH, Stadtmobil CarSharing GmbH & Co. KG, Regionalverband Mittlerer Oberrhein, Landkreis Rastatt und die Stadt Karlsruhe.

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