16°/23°
Das Karlsruher Designtalent im meinKA-Interview
Riaz Dan – der Pop-up-Store in der Karlsruher Innenstadt

Das Karlsruher Designtalent im meinKA-Interview Riaz Dan – der Pop-up-Store in der Karlsruher Innenstadt

Quelle: Riaz Dan

Riaz Dan ist der jüngste eigenständige Modedesigner in Deutschland und gebürtiger Karlsruher. Der Karlsruher Designer spricht mit meinKA über seine Mode, Inspirationen, das Leben mit eigenem Modelabel und natürlich über die Pop-up-Boutique am Marktplatz.

Riaz Dan Müller ist einer der jüngsten selbstständigen Modedesigner in Deutschland. Sein Motto: „Live to create“. Mit seinem eigenen Label Riaz Dan begeistert der 24-jährige seit dem Jahr 2012 nicht mehr nur seine Heimat, die Fächerstadt, sondern ganz Europa. Seine tragbare, stylische und zeitgemäße Herren- und Damenmode ist mittlerweile schon in über 35 Stores in Deutschland und Österreich zu finden. Riaz Dan´s Vision liegt darin, den Kunden neue Inspirationen in der heutigen Modewelt zu liefern und ihnen ein neues Selbstbewusstsein und Individualität zu schenken.

 

Damenmode im Riaz Dan Pop-up-Store.

Damenmode im Riaz Dan Pop-up-Store. | Quelle: Linda Christ

 

Der Pop-up-Store in Karlsruhe

2019 findet Riaz Dan den Weg zurück in seine Heimat Karlsruhe und eröffnet am Freitag, den 22. März 2019, einen Pop-up-Store in der Kaiserstraße, gegenüber vom Marktplatz. Drei Monate wird Riaz Dan diesmal in der Fächerstadt sein, also bis zum 15. Juni 2019 und seine begeisterte Kundschaft in qualitative und trotzdem bezahlbare Mode hüllen. Die aktuelle Kollektion des Labels umfasst rund 40 bis 50 Teile aus auserlesenen Materialien, vereint avantgardistische Elemente mit einem Hauch von Vintage und zaubert so einen lässigen, urbanen und modernen Look für jede Gelegenheit.

Damen- und Herrenmode im Riaz Dan Pop-up-Store.

Damen- und Herrenmode im Riaz Dan Pop-up-Store. | Quelle: Linda Christ

 

DamenHerren
  • Shirts
  • Longsleeves
  • Hoodies
  • Lederjacken
  • Mäntel
  • Röcke
  • Kleider
  • Parfum
  • Shirts
  • Longsleeves
  • Sweatjacken
  • Pullover
  • Cardigans
  • Lederjacken
  • Mäntel
  • Jeansjacken
  • Parfum

 

Um den Kundinnen und Kunden des Pop-up-Stores ein umfassendes Shopping-Erlebnis zu bieten, hat sich Riaz Dan einige Kollegen aus unterschiedlichen Branchen mit ins sprichwörtliche Boot geholt. Von außergewöhnlichen Schmuckstücken von Schmuck Concepte by Heinz Laible, über lässige Taschen von Petricor,  natürliche Körperpflege von Zartgefühl bis hin zu edlen Reisepasshüllen von Yaga und feinstem Rick Gin aus Österreich – das ist die komplette Shopping-Reise im Riaz Dan Pop-up-Store.

 

Schmuck im Riaz Dan Pop-up-Store

Schmuck im Riaz Dan Pop-up-Store. | Quelle: Linda Christ

 

Riaz Dan im Interview

 

Der Designer Riaz Dan Müller

Der Designer Riaz Dan Müller.

 

Wann begann deine Design-Karriere?

Am Anfang war das Design und die Schneiderei mit 15 oder 16 Jahren eher ein Hobby und eine Leidenschaft für mich. Ich habe neben der Schule eigene Entwürfe gemacht, hauptsächlich für mich und meine Freunde, ein paar T-Shirts, das war damals eigentlich erstmal nur Spaß an der Sache. Allerdings liegt die Schneiderei schon lange bei mir in der Familie, denn meine Oma war damals Musternäherin für Burberry und Bugatti, als die Labels noch in Karlsruhe produziert haben. Sie hat mir alles Wichtige beigebracht, also das grundlegende Handwerk – nähen, schneidern, Schnitte machen und so weiter. Das Schneidern und Entwerfen wurde dann irgendwann so zeitintensiv, dass es für ein reines Hobby eigentlich zu viel war. Und dann habe ich mir gedacht, einen Versuch ist es auf jeden Fall wert das Ganze in Vollzeit zu machen und hier steh ich jetzt – sechseinhalb Jahre später.

Wie verlief deine Ausbildung?

Ich habe an der Modedesignschule Manuel Fritz in Mannheim eine ganz klassische Modedesignausbildung gemacht um so den tatsächlichen Beruf des Modedesigners professionell zu erlernen. Ich habe mich schon während der Schulzeit mit meiner eigenen Firma selbstständig gemacht und damals viele Auftragsarbeiten für andere Designer, große Firmen wie Redken, Ikea oder die Landesgartenschau gestemmt. So bin ich mit meinen Design schon damals in Magazinen erschienen, habe an Editorialstrecken mitgearbeitet und für den Haarpflegeprofi Redken damals sogar eine große Show im Rosengarten in Mannheim bestückt. Das Ganze war auch super spannend weil jedes Projekt so unterschiedlich war, aber dann war aber recht schnell das Verlangen da, meinen eigenen Style verwirklichen zu können und mit meinen eigenen Produkten erfolgreich zu sein.

Hast du verschiedene Praktika absolviert?

Ich habe über die Jahre mehre Praktika gemacht, aber nur eines, das mich wirklich geprägt und inspiriert hat. Das war bei dem Designer Luigi Colani, als er damals noch in Karlsruhe war. Colani hat zwar weniger mit Mode am Hut und ist ja eher Visionär, Produktdesigner und Transportation-Designer, aber für mich war es wahnsinnig interessant wie er seine Inspiration aus der Natur und allem Möglichen in Wunderwerke der Technik umsetzt. Auch nach dem Praktikum war ich immer mal wieder einen Tag lang in seiner Firma in Neureut bis er dann nach Shanghai gezogen ist – Asien liebt ihn.

Wie lange hat es dann bis zum eigenen Label gedauert?

Natürlich war klar, dass ich nicht von null auf hundert gehen konnte mit dem eigenen Label. Also von den gelegentlichen Auftragsjobs direkt in das eigene Unternehmen und so habe ich mit 17 Jahren angefangen Modeschauen hier in Karlsruhe zu veranstalten um bekannter zu werden. Das war dann sozusagen mein Weg – ich hatte ja keine Händler, keinen eigenen Laden und ich wusste gar nicht wer meine Klamotten kaufen sollte. Die erste Show war auf dem Parkdeck 10 und dann sind sie über die Jahre immer größer geworden, bis zuletzt, da war die Show sogar im BGV-Gebäude in der Oststadt, mit knapp 600 Besuchern. Und ich habe die Shows komplett in Eigenregie geplant, organisiert, Sponsoren gesucht und hatte auch jedes Produkt insgesamt nur zwei oder drei Mal im Atelier in Neureut selbst genäht, zusammen mit einer einzigen Schneiderin. Und nach den Shows wurden dann die Produkte verkauft.

Was ist das Erfolgsrezept deiner Mode?

Mein Ziel war es immer tragbare Mode, authentische Mode zu machen die man direkt auf der Straße anziehen kann. Für mich ist das größte Kompliment und die größte Auszeichnung, wenn ich auf einer Messe stehe oder irgendwo unterwegs bin und Leute in meiner Kleidung sehe. Das bedeutet mir mehr als jede Fashion Week oder Modenschau. Wenn die Leute sagen „ich behalte es gleich an“, dann hab ich alles richtig gemacht. Es gibt immer kleine Details die verbessert werden können und das ist Teil der Entwicklung. Ich glaube, meine Reisen und das viele unterwegs sein sind für mich sehr inspirierend. Andere Städte, neue Leute, ein anderer Blickwinkel – das sieht du alles nicht, wenn du immer nur an einem Ort bleibst und beispielsweise aus dem Laden raus immer die selbe Aussicht hast.

 

Lederjacken im Riaz Dan Pop-up-Store. | Quelle: Linda Christ

Hast du einen Rat für angehende Designer?

Mir hat damals jeder gesagt „mach es nicht – mach BWL, Marketing“, mein Vater hat mir immer geraten lieber kreatives Gedankengut, einen Entwurf oder eine Dienstleistung zu verkaufen, aber fange nicht an selbst was zu produzieren, weil das mit wahnsinnigen Kosten verbunden ist und mit einem riesigen Aufwand. Aber wer diesen Job wirklich liebt und bereit ist viel – und damit meine ich wirklich viel – dafür aufzugeben, der soll es machen, wenn er wirklich die Leidenschaft komplett dafür hat. Dann kann man es vielleicht schaffen, denn die Branche ist brutal und hart und es ist super schwierig. Der Onlinehandel nimmt zu und die Mietpreise werden im Gegenzug immer teurer. Wenn das leicht verdientes Geld wäre, würde es jeder machen und ich glaube dass es vielleicht einer von 5.000 Leuten packt. Es gehört Glück dazu und das gewisse Etwas, Ausdauer und viel Biss. Für mich war zum Beispiel auch der eigene Laden in der Kaiserpassage wichtig und entscheidend. Dort konnte ich lernen, wie ich überhaupt verkaufe und die Kunden berate und wie ich die Kunden überhaupt mal in den Laden rein bekomme.

Du bist viel unterwegs kommst aber immer nach Karlsruhe zurück – richtig?

Klar komm ich immer wieder zurück – Karlsruhe ist meine Heimat. Ich liebe es zwar immer unterwegs zu sein, ich habe gern viele neue Einflüsse um mich herum, aber was ich hier schätze ist, die Beständigkeit und mein Netzwerk. Der Pop-up-Store in Amsterdam war eine coole Erfahrung – da sind wir einen Monat lang geblieben. Da kamen am Morgen Leute aus Japan in den Laden, am Mittag welche aus Australien und kurz vor Ladenschluss kamen dann noch Kunden aus L.A. – das war super international. Aber in Karlsruhe habe ich meine Base, mein Netzwerk, hier hat alles angefangen. Mein Atelier ist in Karlsruhe. Mir ist es wichtig diesen Heimathafen zu haben, um auch in der Welt erfolgreich sein zu können.

 

Männermode im Riaz Dan Pop-up-Store.

Männermode im Riaz Dan Pop-up-Store. | Quelle: Linda Christ

 

Öffnungszeiten & Anfahrt

Der Pop-up-Store befindet sich in der Karlsruher Kaiserstraße 80, gegenüber der Pyramide auf dem Marktplatz. Wer mit der Bahn anreisen möchte, ist mit der Haltestelle Marktplatz bestens beraten und muss nur wenige Meter zu Fuß zurücklegen. Die Parkmöglichkeiten in der Fußgängerzone gibt es nicht, doch einige Parkhäuser in unmittelbarer Nähe zum Store machen das Autofahrerleben leichter.

Öffnungszeiten – Riaz Dan Pop-up-Store

Montag bis Samstag10:00 Uhr bis 19:00 Uhr

 

Standort des Riaz Dan Pop-up-Stores

 

Auch interessant


Hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

Daumen hoch, wenn Ihnen der Artikel gefallen hat, oder zeigen Sie uns, dass wir uns verbessern können.

93%
7%

Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.