News aus Baden-Württemberg
Schüsse in Baden-Württemberg: Polizei findet zwei Leichen und Verletzten

News aus Baden-Württemberg Schüsse in Baden-Württemberg: Polizei findet zwei Leichen und Verletzten

Quelle: David Pichler/TNN/dpa/Archivbild
dpa

Das Spezialeinsatzkommando durchsucht ein Haus im Osten Stuttgarts und findet zwei Tote. 28 Polizeistreifen und ein Hubschrauber sind im Einsatz. Gerüchte über einen Schusswechsel kursieren. Plötzlich gibt es Hinweise, die in eine andere Stadt führen.

Ein 60-Jähriger soll nach ersten Erkenntnissen der Ermittler auf zwei Verwandte geschossen und sich danach in Schorndorf im Osten Stuttgarts umgebracht haben. Ein 57-Jähriger überlebte die Tat am Mittwoch lebensgefährlich verletzt. Für eine Frau kam jede Hilfe zu spät, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Abend mitteilten. Dabei handele es sich mutmaßlich um eine 48 Jahre alte Angehörige. In welchem Verhältnis die drei Türken genau zueinander standen, konnte ein Sprecher nicht sagen. Auch das Motiv müsse erst noch ermittelt werden. Die kriminaltechnischen Untersuchungen und Maßnahmen der Spurensicherung seien noch nicht abgeschlossen.

Um 11.34 Uhr war laut Polizei über die Rettungsleitstelle eine schwer verletzte Frau in einem Mehrfamilienhaus in Schorndorf gemeldet worden. Zwei Familienangehörige seien auf die Tat aufmerksam geworden und hätten sich an eine Dritte gewandt, die den Alarm auslöste.

Die Einsatzkräfte rückten mit einem Großaufgebot aus. 28 Streifenbesatzungen und ein Hubschrauber waren im Einsatz. Kräfte des Spezialeinsatzkommandos durchsuchten das Haus. In einer der Wohnungen hätten die Beamten die beiden Leichen entdeckt, sagte der Sprecher.

Zwischenzeitlich kursierten Gerüchte über einen Schusswechsel, die die Polizei dementierte. Das würde bedeuten, dass mindestens zwei Menschen aufeinander schießen, erklärte der Sprecher.

Im Zuge der Ermittlungen ergaben sich dann plötzlich Hinweise auf ein Gebäude in Fellbach. Dort fanden die Einsatzkräfte den lebensgefährlich verletzten Mann. Ein Rettungshubschrauber flog den 57-Jährigen in ein Krankenhaus. Er habe noch nicht vernommen werden können, sagte der Polizeisprecher am Abend.

Nach Angaben der Ermittler gibt es im Moment keine Hinweise darauf, dass weitere Menschen an der Tat beteiligt waren. Die Ermittlungen sollten am Donnerstag fortgeführt werden.

Am Mittwochnachmittag waren die Fachleute der Kriminaltechnik an den beiden Orten am Werk. Sie müssten beispielsweise Spuren sichern, sagte der Sprecher. Spezialisten des Landeskriminalamtes unterstützten die Polizei.

Diese hatte das Haus in Schorndorf weiträumig abgesperrt. Es liegt in einem Gebiet, in dem teils Industrie, teils Wohnhäuser stehen. Beamte befragten unter anderem in einer gegenüberliegenden Tankstelle und an einem Autohaus mögliche Zeugen. In Fellbach wiederum standen zahlreiche Beamte vor einem Gebäude in einem Hinterhof.

Beide Städte liegen östlich der baden-württembergischen Landeshauptstadt Stuttgart. Schorndorf ist etwas weiter entfernt.

 

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