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Schulstatistik: Mehr Schüler trotz weniger Babys – wie passt das zusammen?

News Schulstatistik: Mehr Schüler trotz weniger Babys – wie passt das zusammen?

Quelle: Sebastian Gollnow/dpa
dpa

Trotz sinkender Geburtenzahlen wächst die Zahl der Grundschüler in Baden-Württemberg weiter. Warum ist das so – und wann kehrt sich der Trend um?

In Baden-Württemberg lernen derzeit mehr Kinder als noch vor einigen Jahren – obwohl die Zahl der Neugeborenen seit 2022 sinkt. Im Schuljahr 2024/25 besuchten rund 419.100 Kinder die Grundschulen. Das sind fast 39.000 mehr als noch vor vier Jahren. Und die Prognosen zeigen: Bis zum Schuljahr 2028/29 könnten es etwa 442.700 Kinder werden, unter anderem durch neue Juniorklassen für Kinder mit Förderbedarf.

An den weiterführenden Schulen zieht der Trend noch länger an. Von aktuell 734.000 Schülerinnen und Schülern könnte die Zahl bis 2032/33 auf knapp 799.000 steigen. Grund dafür sind die starken Jahrgänge aus den Grundschulen und die Wiedereinführung des neunjährigen Gymnasiums (G9), bei dem die Schüler länger in der Schule bleiben.

 

Alles eine Frage der Zeit?

Wie kann das sein, wenn weniger Babys geboren werden? Die Erklärung liegt im zeitlichen Versatz, denn Demografie und Schulstatistik gehen nicht immer sofort Hand in Hand. Nach einem Geburtenhoch von 113.500 Kindern im Jahr 2021 ist die Zahl der Neugeborenen bis 2024 auf 97.500 gesunken. Die großen Jahrgänge, die jetzt die Schulen besuchen, stammen noch aus den Hochzeiten der Geburtenzahlen.

Erst später werden die kleineren Jahrgänge die Schülerzahlen wieder sinken lassen – in den Grundschulen ab etwa 2029, an den weiterführenden Schulen ab 2033.

 

Juniorklassen kommen hinzu

Zudem sorgen neue Bildungsangebote wie die Juniorklassen dafür, dass mehr Kinder offiziell eingeschult werden. Diese Klassen bereiten Kinder mit Förderbedarf auf die erste Klasse vor und tragen damit zum Wachstum der Schülerzahlen bei. Die Schülerzahlen steigen also noch einige Jahre, obwohl die Geburtenrate zurückgeht.

 

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