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Sechs Luchse sind im Land sesshaft: „Portus“ nun seit einem Jahr da

News Sechs Luchse sind im Land sesshaft: „Portus“ nun seit einem Jahr da

Quelle: FVA BW//Wildtiermonitoring/dpa

Er war erst im Südschwarzwald und dann in den Wäldern rund um Pforzheim unterwegs: Der männliche Luchs «Portus» ist seit November 2024 in Baden-Württemberg.

Mit Luchs «Portus» im Nordschwarzwald sind sechs der Wildkatzen in Baden-Württemberg sesshaft geworden. Das Tier sei das erste Mal im November 2024 auf den Aufnahmen einer Wildtierkamera im Südschwarzwald aufgetaucht, teilte die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg mit. Einen Monat später sei er in der Nähe von Bühl (Landkreis Rastatt) von der Kamera eines Jägers aufgenommen worden, und von Januar an sei er immer wieder in den Wäldern rund um Pforzheim nachgewiesen worden.

Mittlerweile hat «Portus» demnach sein rund 160 Quadratkilometer großes Territorium in den Wäldern östlich des Murgtals im Nordschwarzwald etabliert. Luchse gelten laut der Mitteilung als sesshaft, wenn sie mindestens sechs Monate in einem Gebiet nachgewiesen werden können. Damit seien im Südwesten insgesamt sechs der Tiere sesshaft, teilte die Forschungsanstalt mit. Fünf weitere würden noch als umherstreifend gelten.

 

«Portus» stammt aus dem Schweizer Jura

In der Nacht auf den 1. Mai sei es gelungen, den Luchs einzufangen und ihn mit einem Senderhalsband auszustatten. «Das Halsband liefert uns wertvolle Daten für das Luchsmonitoring», sagte Micha Herdtfelder, Leiter des Arbeitsbereichs Luchs und Wolf, laut der Mitteilung. «Es gibt uns einen Einblick in das Leben der Luchse im Land, in ihre Raumnutzung und Ernährungsgewohnheiten.»

«Portus» stammt demnach aus dem mehr als 160 Kilometer entfernten Schweizer Jura. Regelmäßig komme es aus diesem Gebiet zu Zuwanderungen von männlichen Luchsen in den Schwarzwald. Dort sei der Luchs 2023 geboren worden.

Damit es nicht nur bei einzelnen männlichen Tieren der heimischen Art bleibt, rief das Land 2023 das Projekt «Luchs Baden-Württemberg» ins Leben. Dabei soll durch Auswilderungen insbesondere weiblicher Luchse die Fortpflanzung der Tiere ermöglicht werden.

 

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