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Sicherheitsdebatte: Fußballclubs machen sich für Fan-Kultur stark

Nachrichten Sicherheitsdebatte: Fußballclubs machen sich für Fan-Kultur stark

Quelle: Harry Langer/dpa
dpa

Nach den Protesten vom Wochenende äußern sich mehrere Erst- und Zweitligisten zum Thema Sicherheit in den Stadien. Die fünf Clubs aus Baden-Württemberg formulieren klare Vorstellungen an die Politik.

Die fünf Erst- und Zweitligisten aus Baden-Württemberg haben in einem gemeinsamen Statement Stellung zur Debatte um die Sicherheit in den Stadien bezogen und sich für die Fan-Kultur im deutschen Profifußball starkgemacht. «Der Erhalt unserer einzigartigen Atmosphäre im Stadion sowie die Sicherheit aller Stadionbesucher sind untrennbare Verantwortungen, die nicht gegeneinander ausgespielt werden dürfen», hieß es in dem Schreiben, das der VfB Stuttgart, der SC Freiburg, die TSG 1899 Hoffenheim, der 1. FC Heidenheim und der Karlsruher SC veröffentlichten.

Die Clubs sprachen sich für Maßnahmen aus, die die Sicherheit gewährleisten, aber auch rechtsstaatliche Grundsätze respektieren. «Gleichzeitig sprechen wir uns klar gegen kollektiv wirkende Einschränkungen wie verpflichtende Ticket-Personalisierungen oder pauschale Sanktionen aus, die den Großteil der Fans, die friedlich agieren, unverhältnismäßig treffen würden», hieß es weiter.

Proteste in zahlreichen Fankurven

Hintergrund des Statements sind die bundesweiten Diskussionen um die Sicherheit in deutschen Stadien, die kurz vor der am 3. Dezember in Bremen beginnenden Innenministerkonferenz noch mal Fahrt aufgenommen haben. In zahlreichen Arenen war am vergangenen Wochenende gegen mögliche Verschärfungen durch die Politik protestiert worden – ob mit minutenlangem Schweigen in den Fankurven oder auf Bannern und Plakaten.

Die Fanszenen in Deutschland halten die kolportierten geplanten Maßnahmen der Innenministerien für überzogen und einseitig, insbesondere zentral verfügte Stadionverbote, das Personalisieren von Eintrittskarten und eine aus ihrer Sicht flächendeckende Überwachung auch mit einer Gesichtserkennung im Stadion.

Bereits vor eineinhalb Wochen hatten sich Tausende Fans von teils stark rivalisierenden Vereinen zu einem Protestmarsch in Leipzig getroffen.

Auch andere Clubs zeigen Verständnis

Die Clubs können das Vorgehen der Anhänger nachvollziehen, wissen aber auch um die Komplexität des Themas. Unter anderem hatten die Bosse des FC Bayern München und von Borussia Dortmund ihr Verständnis geäußert. Auch Zweitligist Hertha BSC unterstützte die Fans zuletzt in einer Stellungnahme.

Der VfB, Freiburg, Hoffenheim, Heidenheim und der KSC verwiesen in ihrem Statement auch auf die in Baden-Württemberg angewandten Stadionallianzen. Ein, wie sie schrieben, «bundesweit anerkanntes und empirisches Erfolgsmodell», in dem «Vereine, Verbände, Fanprojekte, Kommunen und Polizei vertrauensvoll zusammenarbeiten für mehr Sicherheit bei Fußballspielen».

Sie würden daher «eine konsequente Umsetzung des Modells Stadionallianzen bundesweit an allen Standorten» befürworten, schrieben die fünf Vereine.

 

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