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So viele Nutrias erlegen Jäger in Baden-Württemberg und deutschlandweit

News So viele Nutrias erlegen Jäger in Baden-Württemberg und deutschlandweit

Quelle: Christian Charisius/dpa
dpa

Sie kommen aus Südamerika, zerstören Schilfgürtel und gefährden heimische Tierarten – daher soll die Ausbreitung hierzulande eingedämmt werden. Was das für Baden-Württemberg bedeutet.

Während Jägerinnen und Jäger deutschlandweit in Summe immer mehr Nutrias erlegen, ist die Zahl in Baden-Württemberg zuletzt leicht zurückgegangen. Im Jagdjahr 2024/2025 waren es hier 4.765 Tiere nach 4.809 in der vorherigen Saison, wie aus Daten des Deutschen Jagdverbands hervorgeht. Die Zahl ist aber hoch verglichen mit Jagdjahren bis 2020/2021, in denen jeweils weniger als 3.000 Exemplare entnommen worden waren.

Für ganz Deutschland listet die Statistik zuletzt 131.157 getötete Tiere auf. Das seien rund 14.500 mehr als in der vorherigen Saison, teilte der Deutsche Jagdverband auf dem Bundesjägertag in Suhl mit. Im Vergleich zu den Zahlen vor 20 Jahren betrage der Anstieg der erlegten Nutrias rund 1.700 Prozent.

Die Art gilt als invasiv. Daher sei Deutschland verpflichtet, den Bestand einzudämmen, hieß es zur Erläuterung. Die ursprünglich aus Südamerika stammenden Nutrias vernichteten Schilfgürtel und setzten damit zahlreichen Vogel-, Fisch- und Amphibienarten zu. Außerdem unterhöhlten die Tiere Deichanlagen und gefährdeten so den Hochwasserschutz.

Mit rund 54.000 seien die meisten Tiere im vergangenen Jagdjahr in Niedersachsen erlegt worden, gefolgt von mehr als 41.000 Nutrias in Nordrhein-Westfalen. Andere Bundesländer folgen mit deutlichem Abstand und vier- oder dreistelligen Zahlen oder gar noch weniger erlegten Exemplaren.

 

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