News
Tapeten für Nestbau: Wildbiene des Jahres ist erfinderisch

News Tapeten für Nestbau: Wildbiene des Jahres ist erfinderisch

Quelle: Thomas Warnack/dpa
dpa

Sie tapeziert ihre Nester wie gemütliche Eigenheime, ist aber nicht sehr lange unterwegs. Die neue «Wildbiene des Jahres» trägt einen ungewöhnlichen Namen, sie soll aber besonders auffallen.

Ein kleines Insekt mit sperrigem Namen und faszinierendem Talent fürs tapezierte Nest soll in diesem Jahr aus dem Reich von Imkern und Bienen ganz besonders in den Fokus rücken: Die Garten-Blattschneiderbiene ist die Wildbiene des Jahres. Das hat das gleichnamige Kuratorium des Arbeitskreises Wildbienen-Kataster mitgeteilt.

Das mittelgroße Tier mit orangefarbenen Haaren am Bauch und der wissenschaftlichen Bezeichnung Megachile willughbiella beeindrucke unter anderem durch seine außergewöhnliche Art, ein Nest zu bauen, urteilte der Arbeitskreis. Dabei schneiden die Weibchen mit ihren Kiefern ovale Blattstücke von Pflanzen wie Wildrosen oder Hainbuchen ab und kleide ihre Brutzellen damit aus als seien es Tapeten. Die Bienenart nistet in selbst gegrabenen Gängen, in morschem Holz oder in Nisthilfen mit passenden Bohrlöchern, auch Blumentöpfe werden für den Nestbau genutzt.

Nur kurz unterwegs

Die Garten-Blattschneiderbiene ist als typische Sommerbiene zwischen Ende Juni und Ende August aktiv. Nach Angaben des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) bevorzugt sie einen Lebensraum mit Wildpflanzen und Blütenvielfalt, oft ist sie in naturnahen Gärten, auf Wiesen und an Weg- und Waldrändern zu finden. Gefördert werden könnte die Art laut NABU und Arbeitskreis, wenn auf eine intensive Gartenpflege verzichtet würde und Blühstreifen mit heimischen Wildpflanzen angelegt würden.

Das Kuratorium «Wildbiene des Jahres» wählt nach eigenen Angaben seit 2013 jährlich eine Wildbienenart aus. Damit will sie unter anderem dazu animieren, in die Natur zu gehen und das Tier in seinem Lebensraum zu beobachten.

Das Kuratorium ist beim Arbeitskreis Wildbienen-Kataster Baden-Württemberg angesiedelt, einer Sektion des Entomologischen Vereins Stuttgart 1869 am Naturkundemuseum Stuttgart. Im vergangenen Jahr trug die Blauschwarze Holzbiene den Titel.

 

Weitere Nachrichten

Laut ADAC-Daten: So oft staut es sich in Baden-Württemberg

Dichter Verkehr, Baustellen, genervte Autofahrer: Im vergangenen Jahr gab es auf den Südwest-Autobahnen Zehntausende Staus. Besonders an zwei Stellen stand der Verkehr immer wieder still.

Konjunktur-Umfrage: Situation von Unternehmen leicht verbessert

Die Stimmung in der Südwest-Wirtschaft hellt sich laut einer Umfrage leicht auf. Eine Entwarnung sei das aber noch nicht, heißt es. Wie blicken die Unternehmen in die Zukunft?

Mini-Supermärkte: Rund um die Uhr einkaufen - wo das in Baden-Württemberg möglich wird

Mal eben noch schnell Milch und Mehl im Supermarkt holen? Sonntags hat man da im Südwesten derzeit schlechte Karten. Das ändert sich jetzt. Wie genau?

Chlorgasaustritt im Schwimmbad in Stutensee – mehrere Verletzte

Rund 100 Gäste sind am Nachmittag in einem Schwimmbad in Stutensee, als plötzlich Chlorgas austritt. Was bislang über den Fall bekannt ist.

Wolfsabschuss erlaubt - Warum der Streit trotzdem weitergeht

Der Wolf auf der Hornisgrinde darf erlegt werden. Das Verwaltungsgericht wies die Klage von Umweltschützern ab - doch endgültig entschieden ist über das Schicksal des Raubtiers trotzdem nicht.






















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.