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Test mit Fremdstoffdetektor: Verbesserung der Karlsruher Bioabfallqualität nötig

Nachrichten Test mit Fremdstoffdetektor: Verbesserung der Karlsruher Bioabfallqualität nötig

Quelle: Team Sauberes Karlsruhe

Der Bioabfall in Karlsruhe ist stark mit Fremdstoffen belastet: Daher testete das Team Sauberes Karlsruhe (TSK) kürzlich erneut in Teilen der Stadt einen elektronischen Störstoffdetektor bei der Bioabfallsammlung, wird in einer Pressemeldung informiert.

1,7  von 24 Tonnen Bioabfall waren mit Restmüll

Wie aus der Pressemeldung hervorgeht, wurde bei den Biotonnen mit einem hohen Anteil metallhaltiger Abfälle durch das Detektionssystem ein „Schüttungsstopp“ aktiviert:

Der Inhalt der nicht geleerten Biotonnen wurde für den Test getrennt gesammelt. 1,7 Tonnen der insgesamt am Testtag erfassten 24 Tonnen Bioabfall waren mit Restmüll- und Wertstoffen so extrem verunreinigt, dass sie als Restmüll entsorgt werden mussten.

 

Plastiktüten & Kunststoffverpackungen im Biomüll

Auch der Bioabfall, der den Test durch das Detektionssystems bestanden hatte, enthielt noch einen Fremdstoffanteil von 5,8 Gewichtsprozent. Die daraus für eine Sortieranalyse entnommene Stichprobe von 500 Kilogramm stammte aus Stadtteilen mit vielen Mehrfamilienhäusern.

Insgesamt befanden sich rund 29 Kilogramm Fremdstoffe im analysierten Bioabfall. Den größten Anteil hatten dabei mit 80 Prozent Plastiktüten und Lebensmittelverpackungen aus Kunststoffen. Die Biokunststoffbeutel, deren Einsatz im Stadtgebiet nicht erlaubt ist, hatten einen Anteil von rund 5 Prozent.

 

Künftig zwei Sammelfahrzeuge mit Detektoren

Der Test hat gezeigt, dass das Detektionssystem zuverlässig metallhaltige Fremdstoffe erkennt, wird weiter informiert. Zusätzliche Sichtkontrollen seien wegen der vielen Plastiktüten aber weiterhin notwendig.

Das Team Sauberes Karlsruhe beabsichtigt, zwei Sammelfahrzeuge dauerhaft mit Fremdstoffdetektoren auszustatten und diese zunächst rotierend im gesamten Stadtgebiet einzusetzen. Zusätzlich werden ab Herbst 2024 verstärkt Sichtkontrollen durchgeführt werden.

 

Einhaltung neuer gesetzlicher Vorgaben ab Mai 2025

Ziel sei die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben zu Fremdstoffgehalten in Bioabfällen, die ab Mai 2025 in Kraft treten. Sollten dann die Karlsruher Bioabfälle bei der Anlieferung in der Verwertungsanlage Fremdstoffgehalte von über 3 Gewichtsprozent aufweisen, kann die Anlage die Annahme verweigern.

Der abgelehnte Abfall müsste in diesem Fall teuer als Restmüll entsorgt werden, was sich langfristig auf die Müllgebühren niederschlagen würde.

 

 

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