Tierschutz in Karlsruhe Retten, Päppeln, Freilassen: Im Gespräch mit der Karlsruher Fledermaus-Expertin
Wer in den Abendstunden in den Himmel schaut, bekommt in Karlsruhe gerne Fledermäuse zu sehen. Die streng geschützten Tiere benötigen in manchen Situationen allerdings unsere Hilfe. Wir trafen Tanja Götz Fledermaus-Päpplerin aus Karlsruhe, zum Gespräch.
Im Gespräch mit der Karlsruher Fledermaus-Expertin
Tanja Götz kümmert sich seit einigen Jahren um Fledermäuse und ist u.a. für WiTAS – die Wildtieranlaufstelle in Karlsruhe, als Haupt-Päpplerin zuständig. Zum Interview hat Tanja eine Fledermaus mitgebracht, die sie seit Herbst 2025 in ihrer Obhut hat.
Liebe Tanja, du hast heute eine Fledermaus dabei – wie kommt die zu dir und warum ist die dabei?
Tanja Götz: Die Fledermaus ist in Karlsruhe von einer Finderin auf einem Waldweg gefunden worden – im Oktober/November – da suchen sich Fledermäuse eigentlich ihre Winterquartiere. Aber die Fledermaus hier war offensichtlich zu schwach und unterkühlt, um sich ein geeignetes Versteck zu suchen.
Daher kam sie zu mir zum Aufpäppeln und sie durfte dann den Winterschlaf kontrolliert bei mir im Keller machen. Ich konnte das dann überwachen – denn Temperatur und Luftfeuchte sind dabei wichtig. Und da hat sie nun ein paar Monate geschlafen. Jetzt ist sie bereit wieder freigelassen zu werden.
Mehr zur Freilassung der Fledermaus im meinKA-Video
Wie kann man im Fledermausschutz aktiv werden?
Tanja Götz: Da kann man sich gerne bei WiTAS informieren – zum Beispiel findet Ende Mai ein Päppelkurs im Exotenhaus im Karlsruher Zoo statt. Wer da gerne mit dabei sein möchte, kann sich bei WiTAS informieren/anmelden.
Und man kann natürlich Mitglied bei WiTAS werden und/oder den Verein mit Spenden unterstützen.

Der Kleinabendsegler durfte wieder in die Freiheit. | Quelle: Melanie Hofheinz