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Tod des Papstes: Trauer nach Tod von Papst Franziskus

Nachrichten Tod des Papstes: Trauer nach Tod von Papst Franziskus

Quelle: Christoph Schmidt/dpa
dpa

Papst Franziskus ist tot. Vertreter aus Kirche und Politik in Baden-Württemberg würdigen die Arbeit des Papstes. Gläubige trauern in Gottesdiensten.

Trauer um Papst Franziskus: Nach Überzeugung des Erzbischofs von Freiburg, Stephan Burger, hat der Papst aufgrund seines Auftretens große Hoffnungen geweckt: «Mit seinem hingebungsvollen Einsatz für die Würde aller Menschen und für den Frieden. Er wurde zu einem Wächter der universalen Menschenrechte, des Friedens und der menschlichen Freiheit», sagte Burger.

Mit tiefer Trauer reagierte auch Klaus Krämer, Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart, auf die Nachricht vom Tod von Papst Franziskus. «In den zwölf Jahren seines Pontifikats hat Papst Franziskus starke Akzente gesetzt, die noch lange weiterwirken werden», sagte Krämer laut einer Mitteilung in Rottenburg.

Vor allem die persönliche Bescheidenheit und menschliche Nahbarkeit habe viele Menschen sehr beeindruckt. «Ich selbst habe ihn in verschiedenen persönlichen Begegnungen als einen Menschen erlebt, der sich mit großer Aufmerksamkeit und menschlicher Liebenswürdigkeit ganz auf sein Gegenüber einstellt.»

Seinen letzten großen Akzent habe Papst Franziskus mit der Ausrufung des Heiligen Jahres 2025 gesetzt, das er unter das Motto «Pilger der Hoffnung» gestellt habe. «Viele Menschen fühlen sich durch diese Initiative des Papstes gerade in einer Zeit sehr bestärkt, die durch zahlreiche Krisen und kriegerische Auseinandersetzungen als belastend und bedrückend erfahren wird», sagte Krämer.

Kretschmann: Name des Papstes war Programm

Aus Sicht von Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat der Papst wichtige bleibende Botschaften in die Welt gesandt. So habe er die Notwendigkeit der Bewahrung der Schöpfung ins Zentrum der Kirche und Theologie gerückt und den Respekt gegenüber allen Menschen in ihrer Unterschiedlichkeit betont. «Mancher dürfte sich vielleicht mehr Reformen in seinem Pontifikat gewünscht haben. Aber ich bin überzeugt, dass seine Impulse zur Ökologie, zur Humanität, zur synodalen Verfassung der Kirche auch über seinen Tod hinaus Wirkung zeigen werden.»

Der Name als Papst sei bei ihm Programm gewesen. Er habe den Geist des Heiligen Franziskus in seinem päpstlichen Wirken verkörpert. «Zwar hätte ich mir als deutscher Katholik an der einen oder anderen Stelle noch einen stärkeren Einsatz für die ökumenische Gemeinschaft der christlichen Kirchen oder zur Gleichberechtigung der Frauen in der Kirche erhofft. Aber trotzdem habe ich den Papst als großen Segen für unsere Welt erlebt», schloss Kretschmann.

Papst ist ein Brückenbauer

Der verstorbene Papst Franziskus hat nach Auffassung von CDU-Landeschef Manuel Hagel als Brückenbauer mit weitem Herz die Türen der katholischen Kirche geöffnet. «Sein Pontifikat war eines, das auch Reibung erzeugt hat. Für mich wird sein Einsatz für den Erhalt unserer Umwelt, der Schöpfung Gottes, unvergessen bleiben», sagte Hagel.

Der Papst habe am Ostersonntag mit letzter Kraft den Menschen weltweit den Ostersegen gespendet – den Gläubigen, Nicht-Gläubigen und Anders-Gläubigen. Die Symbolik dieser Ostertage 2025 mache demütig und lasse innehalten. Tod und Auferstehung seien für Christen untrennbar miteinander verbunden. «Möge er in Frieden ruhen.»

Und weil der Papst seit seiner Zeit in Deutschland ein großer Fan Hölderlins war, würdigte Hagel ihn mit einem Zitat aus der Feder des Dichters: «Es ist erfreulich, wenn gleiches sich zu gleichem gesellt, aber es ist göttlich, wenn ein großer Mensch die Kleineren zu sich aufzieht».

Franziskus habe sich sein Leben lang besonders für Frieden, Gerechtigkeit und Solidarität eingesetzt und seine Stimme immer für die Ärmsten und Schwächsten erhoben, sagte Andreas Stoch, Landes- und Fraktionsvorsitzender der SPD. Nach Auffassung des Vorsitzenden der FDP-Fraktion, Hans-Ulrich Rülke, verlor die Welt einen außergewöhnlichen Menschen. «Papst Franziskus war eine moralische Instanz in einer Zeit des Umbruchs.»

Kirchengeläut als Zeichen der Trauer

Nach Auskunft des katholischen Stadtdekanats Stuttgart läuteten auch in der Landeshauptstadt die Glocken in den mehr als 40 katholischen Kirchen als Zeichen der Trauer um den gebürtigen Argentinier. Vor der Domkirche St. Eberhard und auch vor vielen anderen Stuttgarter Kirchen weist die Trauerbeflaggung auf den Tod des Papstes hin. Stadtdekan Christian Hermes würdigte das leidenschaftliche Engagement des Papstes für eine menschliche Kirche. In vielen Kirchen kamen Gläubige zum Gebet zusammen.

 

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