News
Stimmung im Handwerk so schlecht wie seit Corona nicht mehr

News Stimmung im Handwerk so schlecht wie seit Corona nicht mehr

Quelle: Bernd Weissbrod/dpa
dpa

Die Stimmung im baden-württembergischen Handwerk ist auf einem Tiefstand. Nur noch wenige Unternehmen sind zufrieden mit ihrer Geschäftslage.

Das baden-württembergischen Handwerk schätzt seine aktuelle wirtschaftliche Lage ähnlich schlecht ein wie zu Beginn der Corona-Pandemie. Der Präsident des Verbands Handwerk BW, Rainer Reichhold sagte in Stuttgart, viele Betriebe stünden unter massivem Druck. Ihnen machten vor allem die stark gestiegenen Energie- und Einkaufspreise zu schaffen. «Die geopolitischen Spannungen treiben die Kosten zusätzlich nach oben. Wenn sich diese Entwicklung fortsetzt, droht eine weitere Verschärfung der Lage im Handwerk.»

Reichhold verwies auf die jüngste Konjunkturumfrage des Verbands zum Jahresauftakt. Nur noch 37 Prozent der Betriebe berichten demnach von einer guten Geschäftslage. Einen niedrigeren Wert gab es im Landeshandwerk zuletzt 2009 während der Weltfinanzkrise. 26 Prozent der Betriebe bezeichnen die Lage als schlecht, wie der Verband mitteilte. Zum Vergleich: «Im Schlussquartal 2025 hatte noch knapp jeder zweite Betrieb seine Lage als gut eingeschätzt, lediglich 19 Prozent als schlecht.»

Damit sei die Stimmung im Handwerk so betrübt wie seit dem Beginn der Corona-Pandemie nicht mehr. Immerhin überwögen die positiven Einschätzungen noch leicht – anders als in vielen Bereichen der Gesamtwirtschaft.

 

Schlechte Auftragslage macht Firmen zu schaffen

Nach Angaben des Verbands hat sich ferner die Auftragslage spürbar verschlechtert. Nur noch 17 Prozent der Betriebe meldeten steigende Aufträge (Vorjahresquartal: 21 Prozent). 44 Prozent verzeichneten Rückgänge nach 34 Prozent im Vorjahresquartal.

Der Verband Handwerk BW vertritt nach eigenen Angaben die Interessen von rund 145.000 Handwerksbetrieben mit rund 770.000 Beschäftigten und mehr als 46.000 Auszubildenden im Südwesten.

 

Weitere Nachrichten

Laut Statistik: Brauereien im Südwesten exportieren deutlich weniger Bier

Mehr als ein Viertel weniger Bier haben die Brauereien im Südwesten 2025 exportiert. Besonders ein Land verzeichnet einen herben Rückgang. Wohin geht das Bier stattdessen?

Höchste Kriminalitätsrate: Neue Stadt an Spitze - das macht Mannheim so kriminell

Jahrelang hatte Freiburg im Breisgau die höchste Kriminalitätsrate im Land. Nun ist Mannheim negativer Spitzenreiter. Warum das so ist und was die Stadt dazu sagt.

Umfrage: So trifft der Iran-Krieg die Südwest-Wirtschaft

Der Iran-Krieg dauert bereits mehr als sieben Wochen. Viele Verbraucher bekommen die Folge gerade vor allem an der Zapfsäule zu spüren. Doch auch vielen Unternehmen macht der Konflikt zu schaffen.

Vorfall in Karlsruhe: Mann in Flammen stirbt - So gehen die Ermittler nun vor

War es Selbstverbrennung oder ein Unglück? Nach dem Vorfall in Karlsruhe haben die Behörden ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet. Was das heißt und ob es eine passende Vermisstenmeldung gibt.

Invasive Tiere: Jagd auf Ochsenfrösche in Karlsruhe - fast 7.000 Tiere wurden getötet

Mit Reusen, Tauchern und Schusswaffen gegen eine Invasion: Wie sich der Nordamerikanische Ochsenfrosch ausbreitet und was das für Teichbesitzer bedeutet.

40 Jahre nach dem Super-GAU: Tschernobyl-Unfall - Wo strahlt es noch im Land?

Auch 40 Jahre nach Tschernobyl können sich Spuren des Reaktor-Unglücks auf unseren Tellern finden. Wo Verbraucher aufpassen sollten – und was heute als sicher gilt.



















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.