News aus Baden-Württemberg
Umspannwerk in Flammen: Zehntausende ohne Strom in Rastatt

News aus Baden-Württemberg Umspannwerk in Flammen: Zehntausende ohne Strom in Rastatt

Quelle: Dominik Müller/dpa
dpa

Kein Lichtschalter geht mehr, kein Kühlschrank und auch kein Telefon – und das in einer ziemlich großen Stadt: In ganz Rastatt kommt es am Sonntag zu einem großflächigen Stromausfall. Bis die Lage wieder im Griff ist, vergehen viele Stunden.

Der Brand eines Umspannwerks hat einen stundenlangen Stromausfall im kompletten Stadtgebiet von Rastatt verursacht. Das Feuer brach am Sonntagmorgen um 08.30 Uhr aus bislang ungeklärter Ursache aus, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Der Stromausfall erstreckte sich über alle Ortsteile und dauerte viele Stunden an. Am Nachmittag waren laut Feuerwehr immer noch drei Ortsteile ohne Strom. Verletzt wurde nach bisherigen Erkenntnissen niemand. Die Feuerwehr berichtete aber von zwei medizinischen Notfällen, die versorgt werden mussten. Die Störung betraf das ganze Versorgungsnetz, hieß es bei den Stadtwerken Rastatt.

Die Stadt wurde am Nachmittag von den Stadtwerken sukzessive wieder zugeschaltet, sagte der Kommandant der Rastatter Feuerwehr, René Hundert, der Deutschen Presse-Agentur. Grund für den Ausfall war demnach ein Brand eines Umspannwerks. Auch zwei weitere Trafo-Stationen und ein Wohngebäude hätten Feuer gefangen. Die Brände seien zwischenzeitlich gelöscht worden, hieß es am Nachmittag. Etwa 50.000 Menschen seien von dem Stromausfall betroffen gewesen. Rund 150 Kräfte verschiedener Organisationen waren im Einsatz.

Auch das komplette Festnetz und Teile des Handynetzes hätten in Rastatt nicht mehr funktioniert, sagte Feuerwehrmann Hundert. Laut der Warn-App des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe waren die Notrufnummern der Polizei und Feuerwehr gestört. Die Feuerwehr bildete nach eigenen Angaben 13 Anlaufpunkte in der Stadt für besorgte Bürger und medizinische Notfälle. Zwei Notfälle seien betreut worden, sagte Hundert. Das Krankenhaus in Rastatt sei wegen eigener Stromversorgung nicht betroffen gewesen, der Rettungsdienst sei nach Baden-Baden umgeleitet worden.

Die Integrierte Leitstelle Mittelbaden sei personell verstärkt worden, sagte ein Sprecher der Feuerwehr des Landkreises Rastatt.

Wegen des Stromausfalls fiel bei der Bahn zudem ein Stellwerk in Rastatt aus. Es kam zu Verspätungen und Ausfällen im Zugverkehr, wie ein Sprecher der Bahn mitteilte.

Rastatt liegt etwa 22 Kilometer südwestlich von Karlsruhe und hat rund 50.000 Einwohner.

Weitere Nachrichten

Schädling an Bäumen: Weniger Borkenkäfer im Land - trotzdem keine Entwarnung

Die Zahl der Borkenkäfer in Baden-Württembergs Wäldern sinkt in diesem Jahr voraussichtlich. Warum Experten dennoch warnen – und welche Rolle das Wetter dabei spielt.

Kürzungen im Gesundheitswesen: Sparpaket bedroht Arzttermine im Land

Die Kassenärzte rechnen wegen der geplanten Einsparungen im Gesundheitswesen mit deutlich weniger Behandlungen in den Praxen – auch in Baden-Württemberg. Die Mediziner warnen vor weniger Terminen.

Nach Hantavirus auf Schiff: Wie ist die Lage in Baden-Württemberg?

Nach dem Hantavirus-Ausbruch auf einem Kreuzfahrtschiff wachsen die Sorgen vor weiteren Infektionen. Experten beruhigen aber. Warum der Virustyp im Südwesten ein anderer ist.

Bäckerei wird zur Disco: Frankreichs "DJ Baguette" legt auf

Baguette, Brot und Beats: Mitten in Bäckereien mixt ein französischer DJ Musik. Wie er die Geschäfte in kleine Discos verwandelt und die Partystimmung bis nach Neckarsulm bringen will.

Warum weniger Züge zwischen Karlsruhe und Stuttgart fahren

Pendler zwischen Karlsruhe und Stuttgart brauchen starke Nerven: Bauarbeiten legen die Residenzstrecke lahm, Ersatzbusse und Umstiege sorgen für Stress und volle Züge.




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 













Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.