News
Trost von Nürnberg: KSC rutscht in eine erste Krise

News Trost von Nürnberg: KSC rutscht in eine erste Krise

Quelle: Uli Deck/dpa

Nach dem 0:1 gegen den 1. FC Nürnberg muss KSC-Trainer Senft die erste Krise der Saison moderieren. Warum die warmen Worte von Miroslav Klose nicht wirklich Mut machen.

In sich gekehrt lauschte KSC-Trainer Maximilian Senft den warmen Worten von 2014er-Weltmeister Miroslav Klose. «Max, euch wünsche ich alles Gute, weil wir haben vor zwei Jahren genauso angefangen wie ihr und ihr müsst weiterhin euch treu bleiben, auf dem Weg bleiben, weil ich sehe viel, viel Gutes», sagte der Coach des 1. FC Nürnberg nach dem 0:1 der Badener gegen die Franken in der 2. Fußball-Bundesliga.

Zur Wahrheit gehörte aber auch: Trost vom Gegner ist für das eigene Team oft ein Warnsignal. Und so wenig Gutes wie am Samstag war vom KSC in dieser Saison noch nie zu sehen.

Sechs Spiele hat der Karlsruher SC unter Senft in Liga zwei nun absolviert, doch so erschreckend harmlos wie gegen den zweifellos starken Tabellenzweiten aus Nürnberg hatten die 31.067 Zuschauer im Wildpark ihr Team bisher nicht erlebt. Einige Pfiffe von den Rängen dokumentierten, dass Senft in der nun dreiwöchigen Länderspielpause die erste Krise im Wildpark moderieren – und vor allem meistern muss, auch wenn er erst am Montag in einer Woche wieder zum Mannschaftstraining einlädt.

 

Senft sieht das Herz seiner Elf am richtigen Fleck

«Das Herz war am richtigen Fleck, sie wollten viel besser verteidigen als gegen Cottbus», attestierte Senft seiner Elf mit Blick auf das vorherige 0:3 gegen den Aufsteiger zwar. In den anderen Phasen aber, dem Spiel mit Ball also, waren die Karlsruher weit von Normalform entfernt. Zwischenzeitlich hatten die Nürnberger in der ersten Halbzeit über 80 Prozent Ballbesitz. Seine Elf habe nicht die Genauigkeit gehabt, nicht die richtigen Abstände im hohen Anlaufen, monierte Senft.

Dem Vernehmen nach soll der 37 Jahre alte KSC-Coach in der Halbzeitpause ziemlich laut geworden sein – und war offenbar auch nicht einverstanden mit dem Vortrag der beiden Offensivkräfte Louey Ben Farhat und Lilian Egloff: beide, eigentlich hoch veranlagt, mussten schon zur Pause vom Feld.

«Wenn wir mal den Ball hatten, waren wir zu ungenau, was ich von unserer Mannschaft so gar nicht kenne», monierte Timon Pauls, Direktor Profifußball beim KSC. Wie es geht, zeigten die Nürnberger, vor allem beim herrlich heraus gespielten Tor des Tages durch FCN-Toptorjäger Mohamed Ali Zoma in der 30. Minute.

 

Pauls will sachlich bleiben

Pauls war nach der bereits dritten Heimniederlage in dieser Saison, durch die der KSC mit fünf Punkten in der unteren Tabellenhälfte hängen bleibt, um eine sachliche Einordnung bemüht: «Ich wusste, dass wir durch diese Phasen gehen werden», sagte er mit Blick auf den enormen Umbruch samt Kaderverjüngung im Sommer.

«Ich musste ein bisschen draufgucken, weil Nürnberg hatte letztes Jahr hier das Spiel, wo das hier ganz, ganz eng war. Die haben auch daran festgehalten, an dem Weg, und wir werden das auf jeden Fall auch tun», versprach Pauls, und klang dabei ein bisschen wie Ex-WM-Rekordtorjäger Klose.

 

Weitere Nachrichten

Wanitzek macht den Unterschied: KSC siegt im Landesduell gegen Heidenheim

Pyrofackeln auf den Rängen, ein KSC, der früh Druck macht – und ein Freistoß wie gemalt: Das Zweitliga-Duell zwischen Karlsruhe und Heidenheim bietet viel. Den Unterschied macht Marvin Wanitzek.

Druck wächst: KSC-Coach Senft: "Laufen hier nicht naiv durch die Türen"

Der Druck auf den Karlsruher SC wächst: «Friede, Freude, Eierkuchen» gibt es gerade nicht, sagt Trainer Senft. Vor dem Duell mit dem 1. FC Heidenheim fällt auch noch der Abwehrchef aus.

Badisch-schwäbische Gegensätze: KSC empfängt Heidenheim

Abstiegsplatz, 20 Gegentore, frustrierte Fans: Beim Karlsruher SC stockt der Umbruch gewaltig. Vor dem Landesduell in der 2. Liga mit dem 1. FC Heidenheim fällt auch noch der Abwehrchef aus.

"Darf uns nicht passieren" Pokal-K.o. passt zur KSC-Krise

Sechs Niederlagen in acht Spielen - die jüngste Bilanz des Karlsruher SC ist erschreckend. In Gladbach enttäuschen die Badener sogar in Überzahl. Trainer und Abwehrchef wirken angefressen.

KSC ist raus: Gladbach zieht in Unterzahl ins Pokal-Achtelfinale ein

Nächster Hoffnungsschimmer für den Bundesliga-Letzten: Gegen den harmlosen Zweitligisten Karlsruher SC hat Borussia Mönchengladbach auch trotz langer Unterzahl keine Probleme.

Vor Pokalspiel gegen den KSC: Gladbachs Abwehr weiter in Not

Drei von vier Innenverteidigern fehlen Borussia Mönchengladbach im Pokal. Trainer Alexander Blessin muss wieder improvisieren, könnte gegen den Karlsruher SC aber ein Novum in dieser Saison schaffen.



















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.