News aus Baden-Württemberg
Ukraine-Krieg: Erneut Proteste und Solidaritätskundgebungen

News aus Baden-Württemberg Ukraine-Krieg: Erneut Proteste und Solidaritätskundgebungen

Quelle: Bernd Weißbrod
dpa

Sie schweigen, sie rufen verzweifelt laut aus und sie musizieren: Aus Protest gegen den Krieg und aus Solidarität mit der Ukraine haben erneut Tausende auf landesweiten Veranstaltungen demonstriert

Tausende Menschen sind auch am Wochenende in Baden-Württemberg aus Protest gegen den Krieg in der Ukraine auf die Straße gegangen. Auf mehreren Kundgebungen und Demonstrationen zeigten sie ihre Solidarität mit dem schwer umkämpften Land. Allein in Mannheim nahmen nach Polizei-Schätzungen rund 9000 Menschen an einem Schweigemarsch gegen den russischen Angriff teil. Aus Ludwigshafen seien noch einmal zusätzlich 1200 Menschen eines zeitgleich gestarteten Marsches dazugekommen, hieß es. Bei der Abschlusskundgebung im Ehrenhof des Mannheimer Schlosses versammelten sich 7000 Menschen.

In Konstanz kamen nach Polizeiangaben rund 3000 Menschen zu einer Kundgebung unter dem Motto «Solidarität mit der Ukraine» zusammen, in Friedrichshafen wurden bei einem Friedenskonzert Spenden für das umkämpfte Land gesammelt und in Leutkirch im Allgäu (Kreis Ravensburg) versammelten sich ebenfalls nach Polizeiangaben rund 650 Menschen. In Lörrach waren es mehrere Hundert. Zu größeren Zwischenfällen kam es nicht.

Buchstäblich taktvoll wurde es in Stuttgart: Unter dem Titel «Musik für den Frieden» musizierten dort renommierte Orchester, Chöre, Sänger und Hobby-Musiker unter freiem Himmel gemeinsam gegen Russlands Angriff. Vor dem Opernhaus stimmten die Stuttgarter Philharmoniker, die Staatsoper Stuttgart, das SWR Symphonieorchester und das Stuttgarter Kammerorchester unter anderem die «Ode an die Freude» von Ludwig van Beethoven an. «In diesem Satz komponierte Beethoven 1824 mit Schillers Worten seine Utopie einer versöhnten Menschheit», erklärten die Musiker zur Wahl des Stückes.

Auch bei der Wahl der musikalischen Leitung setzten die Stuttgarter ein Zeichen: Das Konzert vor Tausenden von Besucherinnen und Besuchern auf dem Areal rund um den Eckensee wurde von der Ukrainerin Viktoriia Vitrenko dirigiert.

Hunderte Menschen protestierten am Sonntagnachmittag auch auf dem Karlsruher Marktplatz gegen den Krieg. Bei einer Mahnwache sprach unter anderem der Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Stephan Harbarth. Weitere Solidaritätsveranstaltungen im Südwesten waren für Konstanz und Sulz am Neckar (Landkreis Rottweil) angekündigt.

 

Fotogalerie | "Solidarität mit der Ukraine" - Mahnwache auf dem Marktplatz

Weitere Nachrichten

Polizist stirbt bei Fahrtraining auf dem Hockenheimring

Eigentlich sollte ein Training auf dem Hockenheimring einem Motorradpolizisten mehr Sicherheit geben, dann kommt es zu einem Unfall.

Tiefster Stand seit 2010: Wohnungsbau in der Krise - wann kommt die Trendwende?

Der Wohnungsbau in Baden-Württemberg kommt nicht vom Fleck: 2025 ist die Zahlen auf den niedrigsten Stand seit Jahren gesunken. Doch es gibt Anzeichen für eine Trendwende.

Ermittler in Karlsruhe gehen gegen Cybergrooming im Netz vor

Undercover im Netz: Ermittler geben sich als Kinder aus und decken Anbahnungsversuche auf.

"Schwarzwald Marie" ist verheiratet – Playmo-Set im Verkauf

Rote Bollen adé: Die Playmo-Sonderfigur «Schwarzwald Marie» ist im Set mit Ehemann erhältlich. Als Verheiratete trägt sie einen andersfarbigen Hut. Aber keine Sorge - es gibt sie auch ledig noch.

Ungewöhnliche Eisdiele in Hagsfeld: Eis aus riesigem Ghettoblaster

Retrofans aufgepasst - eine als Riesen-Ghettoblaster getarnte Eisdiele versorgt künftig Eishungrige im Karlsruher Stadtteil Hagsfeld. Der Besitzer hat sich das einiges kosten lassen.




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 













Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.