News
Um Bestände aufzufrischen: 135.000 Jungaale im Rhein ausgesetzt

News Um Bestände aufzufrischen: 135.000 Jungaale im Rhein ausgesetzt

Quelle: Jens Büttner/dpa
dpa

Immer weniger Aale gibt es in europäischen Gewässern. In Baden-Württemberg setzen Beamte und Helfer daher immer wieder Jungtiere aus. Die Maßnahmen zeigen Erfolg.

135.000 neue Aale schwimmen seit Kurzem in Rhein und Neckar: Um die Bestände aufzufrischen sind die Jungtiere aus Wildfang in Seitengewässer des Rheins und in den Unteren Neckar ausgesetzt worden. Mit den sogenannten «Besatzmaßnahmen» sei der Aalbestand im Rhein in den vergangenen Jahren deutlich angehoben worden, wie das Regierungspräsidium Karlsruhe mitteilte. Sie seien wichtig, denn die Fischart könnte eines Tages aussterben – sie befinde sich aus verschiedenen Gründen «außerhalb sicherer biologischer Grenzen».

Laut Experten der Fischereibehörde tragen unter anderem Schadstoffe und Krankheiten, die den Tieren im Süßwasser zusetzen, zum Rückgang der Aalbestände in Europa bei. «Der komplexe Lebenszyklus des Aals und seine weiten Reisen machen den Fisch sehr angreifbar.» Vom Oberrhein muss der Aal zum Laichen bis in die rund 6.000 Kilometer entfernte Sargassosee im Westatlantik schwimmen – wie viele Tiere das tatsächlich schaffen, ist unklar. Und anders als Lachs und Forelle kann der Aal nicht künstlich vermehrt werden.

Maßnahmen zum Schutz des Aals in Baden-Württemberg

Von Untersuchungen der Fischereibehörde wisse man, dass die Besatzmaßnahmen mit den jungen Aalen aus Wildfang dem Rückgang in den Flüssen allerdings gut entgegenwirken – den Aalbestand im Rhein hätten sie in den letzten Jahren wieder deutlich angehoben. Auch im Unteren Neckar haben sich die Bestände demnach wieder erholt. In beiden Flüssen seien sie, so der Fischereireferent des Regierungspräsidiums Karlsruhe, wieder auf ähnlichem Niveau «wie noch zu guten Aalzeiten vor 1990.»

Um die Bestände zu schützen, werden neben den Besatzmaßnahmen Fangmöglichkeiten für Angel- und Berufsfischer auch in Baden-Württemberg immer weiter eingeschränkt. Im Regierungsbezirk Karlsruhe verzichten die Berufsfischer vollständig auf den Fang von Aalen zum Verzehr. «Es ist wichtig, dass wir um jedes Exemplar dieser besonderen Art kämpfen», sagte der Fischereireferent laut der Mitteilung.

 

Weitere Nachrichten

Wohnmobil in Rhein versenkt – Fahrrinne war eine Stunde gesperrt

Plötzlich schwimmt ein Wohnmobil durch Karlsruhe und blockiert die Fahrrinne. Was hinter dem kuriosen Zwischenfall steckt und wie die Rettung ablief.

Unfall in Bretten: Fahrschulauto fährt gegen Baum und überschlägt sich

Leicht verletzt, aber großes Glück: Ein Wendemanöver endet mit Überschlag und einem Totalschaden von 25.000 Euro. Wie es dazu kommen konnte.

Stimmung im Handwerk so schlecht wie seit Corona nicht mehr

Die Stimmung im baden-württembergischen Handwerk ist auf einem Tiefstand. Nur noch wenige Unternehmen sind zufrieden mit ihrer Geschäftslage.

Sanierung bremst Bahnverkehr in Baden: Was man wissen muss

Zugausfälle, Ersatzbusse, verlängerte Fahrzeiten: Wer an Ostern die Rheintalbahn nutzen will, muss starke Nerven haben. Welche Strecken besonders betroffen sind und was Reisende beachten sollten.

Regeln am Osterwochenende: Party, Rasenmähen und Co - das ist an den Feiertagen erlaubt

Über Sinn und Unsinn des Tanzverbots an Karfreitag wird seit Jahren debattiert. Es gibt aber noch weitere Regeln, an die man sich am Wochenende halten sollte. Was man dazu wissen muss.

Bundesweite Aktion: Polizei verschärft Kontrollen gegen Autoposer an Karfreitag

Mit mehreren Hundert Beamtinnen und Beamten geht die Polizei im Südwesten am Karfreitag gegen Autoposer vor. Sie beteiligt sich damit an einer bundesweiten Aktion.






















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.