News
Verwechslungsgefahr! Wildkätzchen bitte nicht mitnehmen – Gefahr für die Art

News Verwechslungsgefahr! Wildkätzchen bitte nicht mitnehmen – Gefahr für die Art

Quelle: Matthias Bein/dpa
dpa

Wildkätzchen werden oft mit Hauskatzenbabys verwechselt. Warum das Mitnehmen aus dem Wald der streng geschützten Art schadet, erklärt eine Expertin des BUND.

Süß, niedlich und verspielt – Wildkätzchen sehen Hauskätzchen zum Verwechseln ähnlich, sollten aber keinesfalls aus der freien Natur aus Mitleid mit nach Hause genommen werden. Das gefährde den Fortbestand der geschützten Art, wie Andrea Lehning, Referentin für Wildkatzenschutz beim Landesverband des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), erläuterte.

Spätestens Mitte Mai wagten sich die im April geborenen Wildkatzenjungen aus dem Bau. Besorgte Menschen würden sie dann bei Sichtung fälschlicherweise für ausgesetzte Hauskätzchen halten und mitnehmen – mit fatalen Folgen. Jedes Jahr gebe es solche Fälle, genaue Zahlen gebe es nicht, sagte Lehning. «In Menschenhand drohen den jungen Wildkatzen gefährliche Hauskatzen-Krankheiten. Sie vertragen außerdem handelsübliches Futter und Medikamente für Hauskatzen nicht», so die Expertin. Wenn überhaupt, dürften nur Wildkätzchen mitgenommen werden, die erkennbar in großer Not seien. Am besten sei es aber, bei Sichtung vermeintlicher Hauskätzchen die zuständigen Wildtierbeauftragten zu verständigen.

Die Europäischen Wildkatzen kommen im Südwesten den Angaben zufolge bisher nicht flächendeckend vor. Ihre Zahl wird vom BUND auf unter 500 geschätzt. Nicht jede weibliche Wildkatze finde einen Partner, auch stürben viele Tiere im Verkehr. Wenn dann auch noch ein Wildkatzenjunges – ein Wurf hat üblicherweise zwei bis vier Junge – aus falsch verstandenem Mitleid aus der Natur genommen wird, sei das schädlich für die Erhaltung der Art.

 

Weitere Nachrichten

Statistik: Sophia und Noah erneut beliebteste Vornamen in Baden-Württemberg

Seit mehreren Jahren halten sich zwei Vornamen hartnäckig an der Spitze der beliebtesten Namen im Südwesten. Auch andere Namen büßen nicht an Popularität ein.

Anpassung an Hitzewellen: Schwitzen in Offenburg, Schatten in Kiel

In grünen Oasen lässt sich Hitze besser ertragen als in Betonwüsten. Doch die Zahl der Bäume sinkt vielerorts. Vor allem eine Stadt im Südwesten hat nach Ansicht der Umwelthilfe großen Nachholbedarf.

"Glücksatlas": Wo Großstädter im Land zufriedener sind - und wo weniger

In den meisten großen Städten im Land sind die Menschen laut einer Umfrage nicht so zufrieden, wie es die objektive Lebensqualität nahelegt. Wo die Unzufriedeneren leben - und wo die Zufriedeneren.

22 Asse: Karlsruher Hanfmann mit starkem Aufschlag beim Rasenturnier in Stuttgart weiter

Kein Aufschlagverlust, 22 Asse und trotzdem Zittern bis zum Schluss: Wie Tennisprofi Hanfmann das enge Duell in Stuttgart für sich entscheidet und sich nun Chancen aufs Viertelfinale ausrechnen kann.

Am Bahnhof Bruchsal: Eisenbahner wird von Güterzug erfasst und verletzt

Ein Eisenbahn-Beschäftigter will einen Güterzug am Bahnhof Bruchsal abfertigen - und wird dabei von einem anderen Zug erfasst. Der 45-Jährige hatte Glück im Unglück.

Kommt Stuttgart 21 erst 2031? Mehr Infos Ende Juni

Dass Stuttgart 21 nicht rechtzeitig fertig wird, ist für die Menschen in Stuttgart inzwischen Routine. Medien berichten nun von weiteren Verzögerungen. Was die Bahn sagt.






















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.