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Von Mäusen bis Maden – Ekel-Funde in Bäckereien und Imbissen

News Von Mäusen bis Maden – Ekel-Funde in Bäckereien und Imbissen

Quelle: Katharina Kausche/dpa
dpa

Triefende Fettfilme auf Arbeitsflächen, offene Brötchen auf Blechen mit Mäusekot oder verschimmeltes Fleisch? Nicht selten sagen Lebensmittelkontrolleure: Stopp!

Von Restaurants über Bäckereien bis zum Edelhotel – Hygieneverstöße wegen versiffter Restaurantküchen und Mäusekot auf Arbeitsflächen kennen keine Preisklasse. Behörden greifen durch, doch viele Betriebe dürfen nach Beseitigung der Mängel wieder öffnen. Eine Ekel-Auswahl, die die Lebensmittelüberwacher im Laufe des Jahres so feststellten:

 

Gar nicht lecker: Mäusekot

In einem Mannheimer Discounter lagen demnach Backwaren offen auf verdreckten Blechen und Mäusekot auf Verpackungen. Die Filiale wurde sofort geschlossen – nach zwei Tagen durfte sie wieder öffnen, weil bei einer Nachkontrolle alles wieder okay war.

Dasselbe in einem Glottertaler Restaurant: Dort fanden Kontrolleure Mäusekot über Arbeitsflächen, Essstäbchen und sogar Mikrofasertüchern. Im Thekenbereich lag auf dem Arbeitstisch direkt unter dem Bubble-Tea-Shaker sowie unter dem Kaffeeautomaten ebenfalls Mäusekot. Nach einer Schädlingsbekämpfung wurde der Betrieb wieder freigegeben.

 

Mäuse flitzen über Donut-Wagen

In einem Stuttgarter Donut-Geschäft liefen laut der Lebensmittelüberwachung Mäuse über Donut-Wagen, Urinspuren waren unter Schwarzlicht sichtbar. Auf Rollwagen gelagerte Donuts waren angefressen, auf Verpackungen für einen Essens-Lieferanten waren Mäuseköttel, schrieben die Experten in ihrem Bericht.

Urinspuren von Nagern fanden die Kontrolleure auch in einem gehobenen Freiburger Supermarkt: Vor allem in den Regalbereichen für Süßgebäck (Kekse), Schokolade, Salzgebäck (Knabberartikel), Teigwaren, Backzutaten und vorverpackte Backwaren wurden erhebliche Mengen an Kot sowie Urinspuren festgestellt. Bei der Nachkontrolle waren die Mängel überwiegend beseitigt, die Schließung wurde aufgehoben.

 

Gammelfleisch und säuerlicher Geruch

Verdorbener Döner in einem Imbiss in Freiburg: Kontrolleure fanden verschimmeltes Fleisch, dreckige Kühleinrichtungen und Gemüse auf dem Boden. In einer Kühlschublade im Thekenbereich wurde vorgegartes Fleisch gelagert. Dieses war schmierig und an mehreren Stellen von weißen pelzigen Fäden überzogen. Es war offensichtlich verschimmelt. Im Kühlschrank in der Vorbereitungsküche wurde eine Packung rohes Hackfleisch gefunden – auch verdorben. Für den Laden gab es eine Zwangspause, gründlich gereinigt und desinfiziert wurde er wieder geöffnet.

Bei einer Kontrolle eines Ehinger Fleisch- und Fischverkaufs stand laut der Lebensmittelüberwachung auf der Gefriertruhe im Lebensmittellager ein Aschenbecher mit Zigarettenstummeln und Asche. In den tiefen Furchen des Fleischschneidebretts lagerten Fleischreste. Es war ein säuerlicher Geruch wahrnehmbar. Eine Grundreinigung des Betriebs wurde über Nacht durchgeführt und eine Betriebsschließung später aufgehoben.

 

Ratten, Maden, Motten

Tote Ratte in einer Waldshuter Bäckerei: Kontrolleure fanden eine halb mumifizierte stinkende Ratte, Ameisen, Fruchtfliegen und Schimmel. Auch Teigmaschinen waren verdreckt. Erst nach Komplettreinigung durfte weiter gebacken werden.

In einer Karlsruher Pizzeria labten sich Schaben: Dort krochen Kakerlaken in der Saladette und im Teigbereich. Ein Hackklotz in der Küche war schadhaft mit tiefen Riefen, in welchen sich Schmutz angesammelt hatte. Nach zwei Nachkontrollen wurde das Restaurant wieder geöffnet, wie die Lebensmittelkontrolle vermerkte.

Einen anderen Fall listen die Experten in einem Rastatter Supermarkt: In Kisten, in denen Nüsse und getrocknete Früchte gelagert wurden, wurde ein starker Befall mit Maden und Motten festgestellt. Zudem flogen zahlreiche Motten im Verkaufsraum umher. Der Befall führte zur sofortigen Betriebsschließung. Die Entsorgung der betroffenen Lebensmittel sowie eine professionelle Schädlingsbekämpfung wurden angeordnet. Das Geschäft durfte später wieder öffnen.

 

Hygieneverstöße kennen keine Preisklasse

Auch Luxusresorts sind vor einem gewissen Ekelfaktor nicht ausgenommen: Ein Betreiber in Fichtenau-Neustädtlein hatte Mängel – abgelaufene Tomaten, falsche Fleischangaben, unhygienische Geräte. An einzelnen von ihnen mit Lebensmittelkontakt – darunter eine Aufschnittmaschine, ein Dorn des Dosenöffners und eine Eiswürfelmaschine – wurden Lebensmittelrückstände und Verunreinigungen gesehen. Garnelenspieße lagen in Auftauflüssigkeit, zudem wurden tiefgefrorene Meerbarben in der Originalverpackung aufgetaut. Diese Lebensmittel müssen laut der Lebensmittelkontrolle so aufgetaut werden, dass die Tauflüssigkeit ungehindert abfließen kann. Der Betrieb besserte nach und behob sämtliche Mängel.

 

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