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Wärmewende: Viele Kommunen wollen auf Wärmenetze setzen

News Wärmewende: Viele Kommunen wollen auf Wärmenetze setzen

Quelle: Marijan Murat/dpa
dpa

Will das Land seine Klimaziele erreichen, spielt eine klimaneutrale Wärmeversorgung eine wichtige Rolle. Bei einem Wärmegipfel wurde nun vorgestellt, wie sich die Kommunen die Zukunft vorstellen.

Die Wärmeversorgung der Zukunft soll in Baden-Württemberg aus Sicht der Städte und Gemeinden vor allem aus Wärmenetzen bestehen. Das ist das Ergebnis einer wissenschaftlichen Auswertung von Wärmeplänen, die in Stuttgart beim Wärmegipfel der Landesregierung vorgestellt wurden. Bis Ende 2023 mussten im Südwesten neun Stadtkreise und 95 große Kreisstädte solche Wärmepläne vorlegen.

Der Auswertung zufolge ist davon auszugehen, dass die Wärmeversorgung im Jahr 2040 zu gut 40 Prozent aus Wärmenetzen bestehen wird. Derzeit macht Fernwärme in Baden-Württemberg nur neun Prozent der Wärmeversorgung aus. Wärmepumpen sollen der Auswertung zufolge bis 2040 rund ein Viertel der Gebäude im Südwesten heizen, derzeit macht die Technologie nur rund ein Prozent der Wärmeversorgung aus.

Klimaneutral bis 2040

Fossile Brennstoffe werden im Südwesten aktuell für 79 Prozent der Wärmeversorgung genutzt, bis 2040 sollen sie komplett ersetzt werden. Bis dahin soll Baden-Württemberg klimaneutral werden – fünf Jahre früher, als es der Bund für Deutschland beschlossen hat.

Umweltministerin Thekla Walker sieht die Ergebnisse als eine Art Frühwarnsystem für ganz Deutschland. «Unsere Wärmepläne zeigen, dass die Förderung von Wärmenetzen ausgebaut und langfristig gesichert sein muss», sagte die Grünen-Politikerin.

Beim Wärmegipfel in Stuttgart unterzeichneten Politik, Kommunen, Wirtschaft, Handwerk und Verbände eine gemeinsame Abschlusserklärung. Darin wird die Bedeutung der Wärmewende für die Energiewende und den Klimaschutz anerkannt, alle wollen gemeinsam daran mitarbeiten. So sicherte das Land etwa zu, sich auf Bundesebene für zuverlässige und ausreichende Förderprogramme einsetzen zu wollen.

 

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