Nachrichten
Warnstreiks bei Bussen und Bahnen in der kommende Woche

Nachrichten Warnstreiks bei Bussen und Bahnen in der kommende Woche

Quelle: Bernd Weißbrod/dpa
dpa

Vor der nächsten Verhandlung gehen die Warnstreiks im Nahverkehr weiter. An gleich drei Tagen sollen Busse und Züge in manchen Regionen stillstehen. Das sind die Folgen für die Menschen im Land.

Pendler im baden-württembergischen Nahverkehr müssen sich in der kommenden Woche erneut in einigen Regionen auf Ausfälle und Verzögerungen einstellen. Die Gewerkschaft Verdi ruft von Montag bis Mittwoch bei der SWEG (Südwestdeutsche Landesverkehrs-GmbH) zu Warnstreiks auf. Betroffen seien Strecken in den Regionen Rhein-Neckar, Südbaden, Fils-Neckar-Alb, Ulm-Oberschwaben und Heilbronn-Neckar-Franken.

Verdi rechnet wie bei den vorherigen Warnstreiks mit erheblichen Ausfällen im Fahrbetrieb. Konkret betroffen ist der Busverkehr unter anderem in Weil am Rhein, Kehl, Lahr, Wiesloch und Sinsheim. Der Zugbetrieb wird beispielsweise in Offenburg, Heidenheim, Immendingen und Ulm bestreikt. Außerdem sind Fahrdienstleiter sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Werkstätten der Verwaltung zum Ausstand aufgerufen.

Hintergrund der Warnstreiks sind Verhandlungen zum Eisenbahntarifvertrag. Nach den ersten Runden lagen Verdi und der Arbeitgeberverband noch weit auseinander. Die Verhandlungen sollen am 5. Dezember fortgesetzt werden. Davor will Verdi den Druck erhöhen. Verdi hatte bereits Mitte Oktober und an zwei Tagen Anfang November zu Warnstreiks aufgerufen.

 

Was Verdi in den Tarifverhandlungen fordert

Bei der Tarifrunde zum Eisenbahntarifvertrag wird über die Löhne und Gehälter für rund 5.500 Beschäftigte in sechs Bundesländern verhandelt. In Baden-Württemberg fallen unter den Tarifvertrag insbesondere die SWEG und die AVG (Albtal-Verkehrs-Gesellschaft), die zum großen Teil die S-Bahnen im Raum Karlsruhe betreibt.

Die Gewerkschaft fordert ab Oktober dieses Jahres 350 Euro mehr Geld pro Monat bei einer Laufzeit von zwölf Monaten sowie einen Inflationsausgleich in Höhe von 1.300 Euro. Der Arbeitgeberverband hatte nach der ersten Verhandlungsrunde eine Lohnerhöhung von 3 Prozent ab April 2025 angeboten und einen Inflationsausgleich von 600 Euro. Dieses Angebot sei in der zweiten Runde zwar nachgebessert worden, aber weiterhin nicht ausreichend. Jan Bleckert von Verdi teilte mit: «Wir streiken von Montag bis Mittwoch, um am Donnerstag einen Abschluss zu erreichen.» Es sei beim Geld noch Bewegung nach oben nötig und bei der Laufzeit Bewegung nach unten.

 

Weitere Nachrichten

Konjunktur-Stimmung im Handwerk: Viele warten auf bessere Zeiten

Viele Handwerksbetriebe hoffen auf ein Licht am Ende des Tunnels. Wer besonders optimistisch bleibt – und wo das Stimmungsbarometer überraschend steigt.

Kriminelle Ausländer: Migrationsstaatssekretär fordert Druck auf Heimatstaaten

Das Land will mehr Kriminelle nach Syrien abschieben - bislang ist aber nur einmal ein Straftäter ins Flugzeug gesetzt worden. Das liegt nicht zuletzt auch am Bund, meint der Migrationsstaatssekretär.

Feuerpause im Streit um den Wolf? Richter bitten um Aufschub

Es ist ein Hin und Her im Streit um den Abschuss eines Wolfs im Nordschwarzwald. Bis Mitte Februar dürfte die Entscheidung über den «Hornisgrinde-Wolf» nun ruhen. Warum das?

Neue Designer-Droge im Raum Karlsruhe entdeckt: Was man dazu wissen muss

Cychlorphin gilt als hochpotente synthetische Droge: Schon kleine Mengen können zu schweren Vergiftungen führen. Was Fachleute zu Risiken und Schutzmaßnahmen sagen.

21-Jähriger fährt in Karlsruhe gegen Oberleitungsmast und stirbt

Mitten in der Nacht rücken die Einsatzkräfte in Karlsruhe aus. Ein Autofahrer hat einen Unfall - kurz darauf gibt es schlimme Neuigkeiten.



















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.