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Warum sich die „Hobby Dogging“-Lehrerin unverstanden fühlt

News Warum sich die „Hobby Dogging“-Lehrerin unverstanden fühlt

Quelle: Jason Tschepljakow/dpa
dpa

Mit ihrer Idee eines hundelosen Hundetrainings erlangte Trainerin Barbara Gerlinger bundesweite Aufmerksamkeit. Besuchen will ihre Kurse bislang aber kaum jemand. Wie sie sich das erklärt.

Nach Bekanntwerden ihres hundelosen Hundesports konnte sich Barbara Gerlinger nach eigenen Worten kaum noch retten vor dem gewaltigen Medieninteresse. «Es gab natürlich Tausende Anfragen – es war der Wahnsinn», sagt sie. Nur: Das Kundeninteresse für ihr «Hobby Dogging» in Bad Friedrichshall im Kreis Heilbronn hält sich bislang stark in Grenzen.

Gerade einmal zehn Personen hätten sich in den vergangenen Wochen per Telefon oder WhatsApp gemeldet, berichtet die 65-Jährige. «Das ist wenig», räumt Gerlinger ein. Viele hätten die Idee einfach falsch verstanden. Es werde immer so dargestellt, als gehe es beim sogenannten «Hobby Dogging» nur ums Gassi gehen mit Geschirr und Leine, beschwert sie sich. Aber das sei zweitrangig. «Viele haben überhaupt nicht kapiert, dass es nicht nur ums Gassi gehen geht, sondern um das Mentale.»

 

Problem ist am anderen Ende der Leine

Ihr Ziel sei es, die Konzentration und Haltung von Hundehaltern zu schulen – quasi eine Trockenübung für echte Hundeführer. Denn das Problem sei nie der Hund, sondern immer der Mensch. In den sozialen Netzwerken schlug ihr teils heftige Kritik entgegen. Gerlinger sieht das gelassen. «Und wenn Leute mit einer Leine durch den Park laufen – das tut doch keinem weh», sagt sie.

Trotz aller Häme bleibt Gerlinger überzeugt von ihrer Idee. Sie will bald einen Schnupperkurs für Interessierte anbieten, im kommenden Jahr sollen dann richtige «Hobby Dogging»-Kurse folgen. Außerdem überlegt sie, vor Weihnachten noch einmal ein Zeitungsinserat zu schalten – «einen Gutschein für Hobby Dogging», sagt sie und lacht.

 

Mit Luft an der Leine über den Parcours

«Hobby Dogging» heißt der Trend, bei dem Tierfreunde mit Leine und Geschirr über Hürden springen und imaginäre Vierbeiner durch einen Parcours führen – ganz ohne Hund. Gerlinger, Hundetrainerin aus Bad Friedrichshall, will dafür Kurse mit Hütchen, Hindernissen und einer großen Portion Vorstellungskraft anbieten. Die Idee entstand laut Gerlinger im Vereinsheim – aus einer Schnapslaune heraus.

Als sie erste Videos ins Netz stellte, gingen diese viral. Millionen Klicks und zahllose Kommentare folgten, manche spöttisch, andere amüsiert. «Egal, was die geraucht haben – ich will das Gleiche», schrieb etwa ein Nutzer.

 

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