Wetter
Wasserhosen am Bodensee: Tornados könnten stärker werden

Wetter Wasserhosen am Bodensee: Tornados könnten stärker werden

Quelle: Dr. Christoph Sommergruber
dpa

Gleich zwei Tornados sind am Wochenende über dem Bodensee gesichtet worden. Solche Wasserhosen bilden sich über deutschen Seen zwar immer wieder, durch den Klimawandel könnten sie aber stärker werden.

Wasserhosen, wie sie jüngst über dem Bodensee gesichtet wurden, könnten künftig durch den Klimawandel stärker werden. «Man geht davon aus, dass Tornados durch mehr Energie in der Atmosphäre heftiger werden», sagte am Mittwoch der Tornado-Experte des Deutschen Wetterdienstes, Andreas Friedrich. Solche Windschläuche würden sich als Wasserhosen auch über größeren Seen in Deutschland wie dem Bodensee, dem Chiemsee oder dem Starnberger See immer wieder bilden.

In Deutschland würden pro Jahr zwischen 20 und 60 Tornados gemeldet, sagte Friedrich. Diese Zahl sei in den vergangenen Jahren zwar gestiegen, allerdings wohl nicht wegen des Klimawandels: «Die Dunkelziffer hat abgenommen, mit Webcams und Handykameras werden diese Ereignisse öfter beobachtet als früher.» Die Hauptsaison für Tornados liege im Spätsommer und Herbst.

Am Sonntagabend waren in Langenargen am Bodensee gleich zwei solcher Wasserhosen gesichtet worden. Mehrere Medien berichteten darüber. Für die Bildung solcher Tornados müssten mehrere Faktoren zusammenkommen, betonte Experte Friedrich: starke Temperaturunterschiede, Regenwolken, die nicht mehr als einen Kilometer über der Oberfläche hängen, feuchte Luft und verschiedene Windrichtungen in unterschiedlichen Höhen. «Das muss mindestens über einige Minuten verhanden sein», sagte Friedrich.

In Langenargen richteten die beiden Wasserhosen keine größeren Schäden an. Wie gefährlich solche Tornados sind, lässt sich laut Friedrich nicht pauschal sagen: «Das hängt von der Stärke ab. Es kann sein, dass eine Wasserhose auf Land trifft. Dort kann sie wie ein Tornado Schäden anrichten.» Wer die Bildung eines solchen Wolkenrüssels beobachte, solle die betroffene Region in jedem Fall meiden, riet Friedrich.

 

Weitere Nachrichten

Eiskalt gestiegen? So teuer ist die Kugel Eis im Südwesten

Beim ersten Eis des Jahres braucht es auch einen prüfenden Blick ins Portemonnaie: Ist die Stammeisdiele teurer geworden? Ein Rundumblick in Baden-Württemberg.

Einsatz im Jubiläumsjahr: Früher Saisonstart - so läuft der Kampf gegen Stechmücken

Der milde Februar beschleunigte die Larvenentwicklung. Jetzt rücken die Expertinnen und Experten den Brutstätten am Oberrhein zeitiger zu Leibe.

Afrika-Gruß: Warum der Himmel grau ist und die Sonne milchig

Mehr als 2.000 Kilometer ist er normalerweise durch die Luft gewirbelt, bis er im Südwesten den Himmel färbt und Waschanlagen gute Kasse beschert: Staub aus der Sahara. Warum das jetzt anders ist.

Tankstellenbetreiber sehen hohe Spritpreise als "Abzocke"

Die Spritpreise an den Zapfsäulen schnellen in die Höhe. Eine Folge der gestiegenen Rohölpreise heißt es von der Ölwirtschaft. Die verärgerten Tankstellenbetreiber widersprechen vehement.

Baden-Württemberg vor der Wahl - Politologe meint: Özdemir Idealkandidat, Hagel zu blass

Personen statt Parteien prägen immer öfter die Wahlkämpfe. Ein Politikwissenschaftler benennt Gründe für die Aufholjagd der Grünen kurz vor dem Urnengang im Südwesten.




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 













Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.