Nachrichten
Wasserknappheit: Ministerin schließt Wasserverbote im Südwesten nicht aus

Nachrichten Wasserknappheit: Ministerin schließt Wasserverbote im Südwesten nicht aus

Quelle: Hendrik Schmidt/dpa
dpa

München verbietet das Befüllen privater Pools und Rasensprengen. Wenn freiwilliges Wassersparen nicht mehr reiche, seien auch Verbote gerechtfertigt, sagt die Umweltministerin.

ool füllen verboten, Rasen sprengen untersagt: Was München wegen Wasserknappheit bereits durchsetzt, hält Baden-Württembergs Umweltministerin Thekla Walker (Grüne) noch nicht für nötig. Einschränkungen beim Wasserverbrauch seien wegen des Klimawandels im Land künftig aber unausweichlich.

«Ohne Wasser, wissen wir alle, geht nichts. Für uns Menschen, für die Landwirtschaft, aber auch für die Ökosysteme um uns herum. Von daher finde ich einen sorgsamen Umgang mit Wasser schon wichtig», sagte Walker im Deutschlandfunk. Die Grundwasser liegen in Baden-Württemberg auf leicht unterdurchschnittlichem Niveau. «Bis jetzt gibt es da noch kein Alarmsignal im Sinne von die Trinkwasserversorgung ist in Gefahr.»

Wenn Appelle an die Menschen nicht mehr ausreichten – wie das in München der Fall ist – könne es in einzelnen Stadtkreisen oder Orten vorkommen, dass man in die Knappheitssituation gerate, sagte Walker. «Und dann finde ich es auch richtig, zu solchen Maßnahmen zu greifen».

Größere Kommunen sehen noch von Verboten ab

Die Stadt Karlsruhe sieht derzeit keine Veranlassung für Beschränkungen der Wasserentnahme oder der Wassernutzung. «Unabhängig davon ist aufgrund des Klimawandels künftig häufiger mit längeren Trockenperioden zu rechnen. Ein sparsamer und ressourcenschonender Umgang mit Wasser bleibt daher grundsätzlich sinnvoll», sagte ein Sprecher der Stadt.

Auch in Mannheim seien keine Verbote oder sonstige Einschränkungen geplant. «Das ist aktuell nicht erforderlich, da es keine Kapazitätsprobleme gibt», sagte ein Stadtsprecher.

Freiburg plant derzeit keine Allgemeinverfügung wie in München. «Auch wenn wir den Vorstoß verständlich finden. Jede Kommune muss eine solche Maßnahme anhand der Situation vor Ort für sich entscheiden. Maßgeblich ist dabei die Prognose, ob die Trinkwasserversorgung sichergestellt ist», sagte ein Stadtsprecher.

 

Weitere Nachrichten

Laut Berechnung: CO2-Ausstoß in Baden-Württemberg wieder gestiegen

Die Emissionen im Südwesten sind um 4,4 Prozent gestiegen, haben Statistiker errechnet. Was das für die Klimaziele bedeutet - und warum es im Verkehrsbereich einen kleinen Hoffnungsschimmer gibt.

Nach Eichbaum-Insolvenz: Sind weitere Traditionsbrauereien im Südwesten in Gefahr?

Sinkender Bierabsatz, gestiegene Kosten: Die Herausforderungen für Brauereien im Südwesten nehmen zu. Wie geht es für die Branche weiter?

Nabu informiert: Mehr Schutz für Wälder und Böden gegen Hitze nötig

Warum der Schwarzwald beim Klima punktet. Und wo in Baden-Württemberg Fachleute mehr Einsatz für grüne, kühle Städte und Regionen fordern.

Pakete gegen die Einsamkeit - 83-Jähriger eröffnet Shop

Während er zu Hause seine Frau pflegt, vermisst Christian Lange die Kontakte zur Außenwelt. Also eröffnet er mit 83 Jahren einen Paketshop in dem Ort Wiesenbach. Dort gibt es nun nicht nur Pakete.

An Karlsruher Tankstelle: E-Scooter-Fahrer bedroht Polizisten mit Waffe

Polizisten machen in Karlsruhe eine Verkehrskontrolle. Dann richtet der Fahrer eines E-Scooters plötzlich eine Waffe auf die Beamten.

Potenziell gefährliche Stoffe in leerer Apotheke in Ettlingen entdeckt

In einer leerstehenden Apotheke werden mutmaßlich gefährliche Stoffe entdeckt. Polizei und Experten des Landeskriminalamtes reagieren.






















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.