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Wegen Klimawandel? Trinkwasser immer häufiger verunreinigt

News Wegen Klimawandel? Trinkwasser immer häufiger verunreinigt

Quelle: Monika Skolimowska/dpa
dpa

Immer wieder müssen Menschen im Land ihr Trinkwasser für eine gewisse Zeit abkochen, meist weil Keime im Wasser sind. Das kommt immer häufiger vor – aus verschiedenen Gründen.

Das Trinkwasser in Baden-Württemberg muss immer häufiger wegen Verunreinigungen abgekocht werden. Wurden im Jahr 2020 landesweit noch 23 sogenannte Nutzungseinschränkungen verhängt, waren es im vergangenen Jahr 63. Das geht aus einer Anfrage der FDP-Fraktion an das Verbraucherschutzministerium hervor. Zuerst hatte der SWR darüber berichtet.

Nutzungseinschränkungen sind laut Ministerium dann erforderlich, wenn im Trinkwasser Verunreinigungen nachgewiesen werden, die eine Gesundheitsgefahr befürchten lassen. In der Praxis geht es demnach meistens um mikrobiologische Kontaminationen, also Keimbelastungen.

 

Auch Klimawandel ein möglicher Grund

Konkrete Gründe für den Anstieg der Abkochgebote liegen dem Verbraucherschutzministerium nicht vor. Grundsätzlich seien unterschiedliche Ursachen möglich, teilte ein Sprecher mit. Etwa ein Eintrag von Oberflächenwasser, Rohrbrüche oder das Eindringen von Insekten oder anderen Kleintieren.

Ein weiterer möglicher Grund ist dem Ministerium zufolge der Klimawandel. In den vergangenen Jahren habe es vermehrt Starkregenereignisse gegeben, wodurch vor Ort Oberflächenwasser in Brunnen oder Quellfassungen eingedrungen sei. Zudem verändere sich durch lange Trockenheit die Bodenstruktur, was zu Rohrbrüchen führen könne.

 

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