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Wildlebender Luchs an der Grenze zur Schweiz entdeckt

News Wildlebender Luchs an der Grenze zur Schweiz entdeckt

Quelle: Martin Schutt/dpa
dpa

Luchse kommen in Baden-Württemberg immer noch selten vor. Nun wird ein männliches Tier gefangen. Ein Sender am Hals soll künftig wichtige Informationen liefern.

Experten haben im äußersten Süden des Landes einen wildlebenden Luchs eingefangen und mit einem Sender ausgestattet. Wie die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA) in Freiburg mitteilte, wird nun geprüft, ob das bei Schopfheim (Kreis Lörrach) wieder in den Wald entlassene männliche Tier schon einmal in Baden-Württemberg nachgewiesen wurde.

Wie die FVA weiter berichtete, hatte ein Autofahrer an einer Straßenböschung beim Schwarzwaldort Todtmoos ein luchsähnliches Tier neben einem erbeuteten Reh gesehen und fotografiert. Wissenschaftler des FVA-Wildtierinstituts bestätigten dann, dass es sich tatsächlich um einen Luchs handelte. Sie untersuchten den Riss an Ort und Stelle, nahmen genetische Proben und fingen den Luchs ein. Dabei half der Tierarzt Marco Roller aus dem Karlsruher Zoo.

Künftig wird das Halsband mit dem Sender Informationen über den Luchskuder im Alter von eineinhalb bis zwei Jahren liefern. Wissenschaftler wollen wissen, wie das Tier seinen Lebensraum nutzt und wie es wandert. Tiere, die aus der Schweiz nach Baden-Württemberg einwandern, tauchen immer wieder in dieser Region auf, wie die FVA berichtete. Dabei sei es allerdings unklar, an welcher Stelle sie den Rhein oder größere Straßen überqueren.

 

Luchsprojekt läuft seit zwei Jahren

Nach einer Auswilderung eines einjährigen Tieres war im Juli die Zahl der bekannten Luchse im Schwarzwald auf acht gestiegen. Weil Luchse in Europa stark bedroht sind, wurde 2023 das auf vier Jahre angelegte Projekt «Luchs Baden-Württemberg» ins Leben gerufen. Ziel ist es laut dem Ministerium für Ländlichen Raum, den Luchsbestand zu stützen und die notwendige Akzeptanz für den Luchs im Land zu fördern.

 

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