News
Wohnungspolitik: Mietpreisbremse um ein Jahr verlängert

News Wohnungspolitik: Mietpreisbremse um ein Jahr verlängert

Quelle: Marijan Murat
dpa

Die Mietpreisbremse in Baden-Württemberg wird nach Diskussionen in der grün-schwarzen Koalition verlängert – aber nur um ein Jahr. Sie gilt in mehr Städten als zuvor, aber für weniger Menschen.

Die Mietpreisbremse in Baden-Württemberg wird bis Ende 2026 verlängert. Das teilte das Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen mit. Die Regelung gilt ab 2026 in 130 Städten und Gemeinden im Südwesten statt wie bisher in 89. Trotzdem profitieren weniger Menschen davon, nur noch rund 33 Prozent der Bevölkerung statt bislang 36. Das liegt daran, dass vereinzelt größere, einwohnerstarke Städte wie Mannheim oder Konstanz künftig herausfallen.

Nach der Landtagswahl sei es dann der neuen Landesregierung vorbehalten, darüber zu entscheiden, wie es mit der Mietpreisbremse weitergehen soll, sagte Ministerin Nicole Razavi (CDU).

In Baden-Württemberg gilt die Mietpreisbremse seit 2015 in Gegenden, die die jeweilige Landesregierung als Gebiet mit angespanntem Wohnungsmarkt bestimmt. Bei der Neuvermietung einer Wohnung darf die Miete dort zu Beginn höchstens zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen, wie sie zum Beispiel in Mietspiegeln zu finden ist. In den Kommunen außerhalb der angespannten Wohnungsmärkte liegt die Höchstgrenze bundesweit und für alle Wohnungen bei 20 Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete.

 

Gebietskulisse listet Kommunen auf

Die sogenannte Gebietskulisse, die die Kommunen mit besonders stark belastetem Wohnungsmarkt umfasst, hatte in den vergangenen Wochen für Streit in der schwarz-grünen Koalition gesorgt. Großstädte wie Mannheim und Konstanz erfüllen die Kriterien für den Schutzmechanismus nicht mehr.

Grundlage ist neben rechtlichen Vorgaben des Bundes das Gutachten eines Hamburger Büros, das Daten für alle 1.101 Städte und Gemeinden im Land ausgewertet hat. Dabei geht es auch um einen Kriterienkatalog. Dieser umfasst unter anderem die Zahl der verfügbaren Wohnungen und die Nachfrage sowie die Höhe der Mieten im Verhältnis zum Einkommen.

 

Weitere Nachrichten

Nach Sturz aus Bahn in Karlsruhe - Staatsanwaltschaft legt Beschwerde ein

Das Gericht hat Zweifel und lehnt es ab, nach dem Sturz eines Bahnmitarbeiters aus dem Zug Haftbefehl gegen einen Fahrgast zu erlassen. Die Staatsanwaltschaft legt jetzt nach.

DAS FEST: Diese Promis werden jetzt in Karlsruhe erwartet

Nico Santos, Beatsteaks und Leony: Welche Acts «Das Fest» in Karlsruhe für Fans bereithält. Und was über Musik hinaus vier Tage lang geboten wird.

Mehr los auf den Straßen: Mehr als 620 Pkw pro 1.000 Einwohner – Rekord im Land

Die Zahl der zugelassenen Autos in Baden-Württemberg ist erneut gestiegen. Die Statistiker nennen einen Hauptgrund für den Rekordwert.

Umstrittene Maßnahme: Dienstaufsichtsbeschwerde nach Kothaufen-Vorfall an Karlsruher Schule

Wurden Kinder gezwungen, den Kothaufen eines Mitschülers aufzuklauben, nachdem sich der Schuldige nicht meldete? Eine Schule sieht sich mit Vorwürfen konfrontiert.

Diese Galeria-Filialen stehen in Baden-Württemberg auf dem Prüfstand

Die Warenhauskette Galeria will ihr Filialnetz verkleinern. In fünf Städten in Baden-Württemberg müssen Standorte um ihre Zukunft zittern – und Beschäftigte um ihren Job.

Milliarden für Start-ups: Berlin und BaWü verdrängen Bayern

Ein Mega-Deal katapultiert Baden-Württemberg auf Platz 2 im Start-up-Ranking. Warum kleine und junge Unternehmen dennoch vor Herausforderungen stehen.



















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.