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Zahlreiche Einsätze für Polizei und Feuerwehr in Baden-Württemberg

News Zahlreiche Einsätze für Polizei und Feuerwehr in Baden-Württemberg

Quelle: Silas Stein/dpa
dpa

Millionen Menschen feiern das neue Jahr in Baden-Württemberg. Bei so vielen Feiernden kann auch einiges schiefgehen. Die Polizei zieht eine erste Bilanz der Nacht.

Während andere feierten, hatten Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst alle Hände voll zu tun. In den Leitstellen in Baden-Württemberg gingen zahlreiche Notrufe ein. Besonders häufig rückte die Feuerwehr wegen kleinerer Brände, etwa von Mülltonnen und Hecken, aus.

Allein das Polizeipräsidium in Pforzheim zählte am frühen Morgen bereits 230 Einsätze im Zusammenhang mit Silvester. Zumeist wegen kleinerer Brände, wie ein Sprecher sagte. In Aalen zählte das Polizeipräsidium für sein Dienstgebiet insgesamt 45 Brände durch Feuerwerkskörper. Dabei sei ein Gesamtschaden von mehr als 160.000 Euro entstanden, teilte die Polizei mit. Auch mehrere Gebäude gerieten in Brand.

 

Kleine Brände fordern Feuerwehr besonders

Gerade die Vielzahl kleiner Brände sei besonders fordernd, vor allem wenn sie gleichzeitig gemeldet würden, sagte der Sprecher der Stuttgarter Feuerwehr, Daniel Anand. Auch Möbel auf Balkonen und Dachterrassen seien einige Male in Brand geraten. Er zählte rund 75 Einsätze bis zum Morgen für die Landeshauptstadt. Teilweise war auch der Winterdienst im Einsatz. Gefrorenes Löschwasser musste von den Straßen entfernt werden.

In ganz Baden-Württemberg haben vor allem Mülltonnen und Hecken gebrannt. Einige Polizeipräsidien berichteten etwa von Böllern, die absichtlich in Mülltonnen geworfen wurden. Aber auch noch heiße, weggeworfene Feuerwerkskörper hätten Brände verursacht.

 

Finger weggesprengt

In Lahr (Ortenaukreis) verlor ein 42-Jähriger durch die Explosion von Feuerwerkskörpern drei Finger. Der Mann sei von Sanitätern in ein Krankenhaus gebracht worden, teilte die Polizei mit. Ob die Finger wieder angenäht werden konnten, war zunächst unklar.

 

Feuerwerkskörper in Schule geworfen

In Heilbronn haben Unbekannte ein Fenster einer Schule eingeschlagen und Feuerwerkskörper in das Gebäude geworfen. Durch das Feuerwerk seien mehrere Möbel in Brand geraten, teilte eine Polizeisprecherin mit. Die Feuerwehr löschte die Flammen. Zudem rückten Einsatzkräfte dort zu fast zwei Dutzend kleineren Bränden aus. Zwei Menschen wurden dabei leicht verletzt.

 

Mehrere Hausbrände mit hohen Schäden

Bei einem Brand eines Mehrfamilienhauses im Landkreis Ludwigsburg sind neun Menschen leicht verletzt worden. Das Feuer sei im Flur des Hauses in Korntal-Münchingen ausgebrochen, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Ludwigsburg. Rettungskräfte behandelten die Verletzten vor Ort. Nach Angaben des Sprechers hatten sie Rauch eingeatmet.

Beim Brand einer Garage in Graben-Neudorf (Kreis Karlsruhe) wurde eine Frau leicht verletzt. Sie habe das Auto noch aus der Garage fahren wollen, als diese bereits in Flammen stand, sagte eine Sprecherin der Polizei. Die Flammen griffen auch auf das angrenzende Haus über. Die Ermittler schätzen den Schaden auf etwa 250.000 Euro.

In Aldingen (Kreis Tuttlingen) entstand bei einem Dachstuhlbrand ein Schaden von mehreren hunderttausend Euro. Zwei Bewohner wurden vorsorglich wegen des Verdachts auf eine Rauchvergiftung versorgt, teilte die Polizei mit. Das Gebäude sei aktuell nicht mehr bewohnbar. Ob Feuerwerkskörper die Brände auslösten, war zunächst unklar. Die Polizei ermittelt.

 

Polizei Stuttgart zieht positives Fazit

Die Polizei in Stuttgart zog trotz der Einsätze eine überwiegend positive Bilanz. Viele Menschen hätten sich an das Feuerwerksverbot in der Innenstadt gehalten. Einzelne Verstöße seien festgestellt worden, Verdächtige wurden festgenommen. Auch andere Polizeipräsidien sprachen für Silvester von einer vergleichsweise ruhigen Nacht.

 

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