News
Zeitumstellung! Wildwechsel im Frühjahr: Warum jetzt besondere Vorsicht gilt

News Zeitumstellung! Wildwechsel im Frühjahr: Warum jetzt besondere Vorsicht gilt

Quelle: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa
dpa

Nach der Zeitumstellung steigt das Unfallrisiko am Morgen: Rehe oder Wildschweine überqueren die Straßen häufiger im Dunkeln während des Berufsverkehrs. Welche Stellen am stärksten gefährdet sind.

Wenn die Uhren in der Nacht auf Sonntag auf Sommerzeit springen, steigt für Autofahrer die Gefahr von Wildunfällen am Morgen. Laut der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA) kommt es in der Woche nach der Zeitumstellung zu 30 Prozent mehr Unfällen als sonst.

Während sich der Alltag der Menschen um eine Stunde nach vorn verschiebt, bleibt die innere Uhr der Wildtiere gleich. Rehe, Wildschweine und andere Waldbewohner richten ihr Verhalten nach dem Sonnenlicht, nicht nach Zeigern, warnt auch die Vereinigung Badische Jäger Rastatt/Baden-Baden.

Durch die Zeitumstellung geht die Sonne später auf. Es ist also am Morgen länger dunkel. In dieser Phase seien die Tiere aktiv, so dass sie eher auf den Berufsverkehr treffen als in den letzten Tagen vor Beginn der Sommerzeit.

 

Die Natur wird aktiver

Im Frühjahr ändert sich zudem das Verhalten von Rehen oder Wildschweinen: «Viele Wildtiere werden im April ohnehin aktiver», erklärt Johanna Heeres von der FVA. Besonders an Wald-Feld-Grenzen komme es häufig zu sogenannten Wildwechseln.

Die Badischen Jäger verdeutlichen mit Zahlen des Statistischen Landesamts Baden-Württemberg die Gefahr. Im vergangenen Jahr wurden demzufolge insgesamt 262 Menschen bei 226 Wildunfällen verletzt – 39 davon schwer.

Die FVA und die Badischen Jäger raten deshalb zu besonderer Vorsicht in der Dämmerung und nachts. Verkehrszeichen wie «Achtung Wildwechsel» markieren besonders unfallgefährdete Stellen. Wer ein Tier sieht, sollte außerdem mit weiteren Querungen rechnen.

 

Richtiges Verhalten bei einem Zusammenstoß

Kommt es doch zu einem Zusammenstoß, gilt: Bremse treten und Lenkrad festhalten. Besser einen Zusammenprall mit dem Tier riskieren, als unkontrolliert in den Gegenverkehr auszuweichen, empfiehlt Heeres.

Tote Tiere können laut FVA bei sicherer Verkehrslage mit Handschuhen von der Straße entfernt werden. Verletzte Tiere sollte man dagegen nicht anfassen, verfolgen oder mitnehmen. Ein Wildunfall müsse aber immer direkt der Polizei gemeldet werden.

 

Weitere Nachrichten

Laut Studie: Laien vertrauen KI zu stark, Experten oft zu wenig

Chatbots, die fragen statt zu antworten? Forscher testen neue Methoden, damit KI uns nicht unbemerkt lenkt. Was dahintersteckt und was Mediziner davon haben könnten.

Wein-Nachfrage: Rückgang bei Rotwein - Trend zu Weißwein

Weißweine machen bereits 70 Prozent des deutschen Weinbaus aus. Welche Bedeutung Chinas Weinvorlieben auch für hiesige Winzer haben.

Wetterumschwung im Südwesten - Ab wann der Regen kommt

Auf Sonne folgt Regen. Die flächendeckenden Sonnenstunden in Baden-Württemberg sind angezählt. Bereits ab dem Nachmittag wird der erste Regen erwartet. Wie es in den kommenden Tagen weitergeht.

Schädling an Bäumen: Weniger Borkenkäfer im Land - trotzdem keine Entwarnung

Die Zahl der Borkenkäfer in Baden-Württembergs Wäldern sinkt in diesem Jahr voraussichtlich. Warum Experten dennoch warnen – und welche Rolle das Wetter dabei spielt.

Kürzungen im Gesundheitswesen: Sparpaket bedroht Arzttermine im Land

Die Kassenärzte rechnen wegen der geplanten Einsparungen im Gesundheitswesen mit deutlich weniger Behandlungen in den Praxen – auch in Baden-Württemberg. Die Mediziner warnen vor weniger Terminen.

Nach Hantavirus auf Schiff: Wie ist die Lage in Baden-Württemberg?

Nach dem Hantavirus-Ausbruch auf einem Kreuzfahrtschiff wachsen die Sorgen vor weiteren Infektionen. Experten beruhigen aber. Warum der Virustyp im Südwesten ein anderer ist.






















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.