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300. Geburtstag: Markgräfin Karoline Luise von Baden – die „Gründerin“ der Karlsruher Museen

News aus der Fächerstadt 300. Geburtstag: Markgräfin Karoline Luise von Baden – die „Gründerin“ der Karlsruher Museen

Quelle: Badisches Landesmuseum, Foto: ARTIS ­ Uli Deck

Am 11. Juli 2023 wäre Markgräfin Karoline Luise von Baden (1723-1783) 300 Jahre alt geworden. Sie legte den Grundstock für die heutigen Sammlungen der Staatlichen Kunsthalle, das Staatliche Museum für Naturkunde und das Badische Landesmuseum in Karlsruhe.

Markgräfin Karoline Luise von Baden

Markgräfin Karoline Luise von Baden (1723-1783) wäre am 11. Juli 2023, 300 Jahre alt geworden und gilt noch heute als eine wichtige Persönlichkeit in Karlsruhe.

Denn mit ihrer hochkarätigen Gemäldesammlung, den Naturalien und den Ägyptiaca in der Kunstkammer im Karlsruher Schloss legte sie den Grundstock für die heutigen Sammlungen der Staatlichen Kunsthalle, das Staatliche Museum für Naturkunde und das Badische Landesmuseum in Karlsruhe.

 

Bedeutung für die Kunsthalle Karlsruhe

Karoline Luise von Baden gilt als heimliche Gründerin Karlsruher Kunsthalle – Grund hierfür war ihr Kunstgeschmack sowie ihre renommierte Sammlung. Mit kenntnisreichem Blick und nach eingehender Prüfung erwarb die Markgräfin zwischen Ende 1759 und 1763 rund 160 Gemälde.

Ihr „Malereikabinett“ bezeichnete sie „eher erlesen als umfangreich“: Darunter befinden sich Werke von François Boucher, Rembrandt Harmensz. van Rijn oder Jean-Baptiste-Siméon Chardin.

Nachdem die Markgräfin während einer Reise 1783 in Paris überraschend gestorben war, wurde ihre Sammlung zu einem unveräußerlichen und unteilbaren Sondervermögen des Hauses Baden erklärt. Die Bestände des Malereikabinetts bildeten später den historischen Kern der 1846 eröffneten Großherzoglich Badischen Kunsthalle.

 

Bedeutung für das Naturkundemuseum

Die Markgräfin Karoline Luise von Baden hatte allerdings auch ein ausgesprochen großes wissenschaftliches Interesse. Ihre gezielte Sammeltätigkeit zwischen 1752 und 1783 mündeten in eine bedeutende wissenschaftliche Sammlung.

Das daraus entstandene „Naturalienkabinett“ wurde bereits im Jahre 1785 öffentlich zugänglich gemacht. Heute ist das Staatliche Naturkundemuseum Karlsruhe eines der großen Forschungsmuseen Deutschlands.

 

Bedeutung für das Badische Landesmuseum

Auch die Geschichte der Karlsruher Antikensammlung beginnt mit Karoline Luise von Baden. Noch bevor ganz Europa dem Ägyptenfieber verfiel, angeregt durch die Expeditionen Napoleons, ließ Karoline Luise 1766 fünf ägyptische Objekte für ihre private Sammlung ankaufen.

Diese Stücke, darunter zwei Osiris-Statuetten, bilden den Grundstock der Antikensammlung im Karlsruher Schloss. Es handelt sich um die ältesten nachweisbaren antiken Objekte im Badischen Landesmuseum.

 

Mit einer Reihe von Veranstaltungsangeboten zwischen dem 07. Juli und 29. September 2023, erinnern die Kunsthalle, das Naturkundemuseum und das Badische Landesmuseum an die Bedeutung von Karoline Luise von Baden für die Stadt und ihre Kulturlandschaft.

 

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