Europäischer Aal
75.000 Aale ausgesetzt: Regierungspräsidium fördert aquatische Biodiversität

Europäischer Aal 75.000 Aale ausgesetzt: Regierungspräsidium fördert aquatische Biodiversität

Quelle: RPK

Das Regierungspräsidium Karlsruhe fördert die aquatische Biodiversität, indem die Fischereibehörde nun 75.000 Glasaale in die Seitengewässer des Rheins zwischen Neuburgweier und Dettenheim aussetzte. Darüber wird in einer Pressemitteilung informiert.

Vom Aussterben bedroht: Schutz des Aals

Der Glasaal ist ein frühes Stadium des Aals und ähnelt einer Glasnudel mit zwei Knopfaugen. Durch seine durchsichtige Haut ist sogar das winzige, schlagende Herz zu sehen. Heute gelangt nur ein Bruchteil an Glasaalen, wie noch vor 30 Jahren, an die europäische Küste. Der Europäische Aal ist daher vom Aussterben bedroht und unterliegt sogar dem Washingtoner Artenschutzabkommen.

Damit möglichst viele Aale überleben und abwandern können, ist die Fischereibehörde des Regierungspräsidiums Karlsruhe mit Unterstützung der Landesbetriebe Vermögen und Bau in Karlsruhe und Pforzheim sowie den ansässigen Angelvereinen seit Jahrzehnten für den Schutz des Aals aktiv, wird in einer Meldung mitgeteilt.

 

| Quelle: RPK

 

Bestand des Europäischen Aals im Rhein erholt

Aale sind im Rhein heimisch und finden auch in den Seitengewässern ausgezeichnete Lebensbedingungen und auch sehr gute Überlebenschancen vor. Von Bedeutung ist, dass den Aalen im Rhein bei Karlsruhe flussabwärts bis zur Nordsee kein Hindernis im Weg steht, wenn sie nach rund fünf bis acht Jahren Aufenthalt den Rhein abwandern werden.

Denn Aale müssen ins Meer abwandern, um ihren Lebenszyklus zu schließen. Andernfalls würde die Art aussterben. Der Bestand des Europäischen Aals hat sich in den letzten Jahren zumindest im Rhein erholt.

 

25 Kilo Glasaale – rund 75.000 Tiere ausgesetzt

Das Regierungspräsidium Karlsruhe fördert die aquatische Biodiversität, indem die Fischereibehörde nun 75.000 Glasaale in die Seitengewässer des Rheins zwischen Neuburgweier und Dettenheim aussetzte.

Die angelieferten 25 Kilo Glasaale, rund 75.000 Tiere, wurden kürzlich an der Atlantikküste Frankreichs gefangen und über Nacht ins Verteilerzentrum nach Schleswig-Holstein transportiert. Dort werden Sie auf den weiteren Transport vorbereitet und mit dem Fischtransporter in den Süden gefahren. Um den Besatz erfolgreich umzusetzen, müssen die Aktionen, vom Atlantik bis an den Rhein, zeitlich eng aufeinander abgestimmt werden.

Es ist für einen guten Besatzerfolg wichtig, dass die jeweils nur rund 0,3 Gramm leichten Glasaale gezielt in Lebensräume mit guten Versteckmöglichkeiten besetzt werden, wo sie vor Fressfeinden sicher sind. Solche Bereiche finden sich in den versunkenen Holzstrukturen der Altwasser ebenso wie in den Steinschüttungen der Rheinufer.

 

Regierungspräsidium: Noch weitere Artenschutzprojekte

Das Regierungspräsidium Karlsruhe koordiniert noch weitere Artenschutzprojekte in unseren Gewässern. Neben den heimischen Fischarten Atlantischer Lachs, Quappe, Strömer, Steinbeißer, Karausche und vielen anderen Arten müssen auch alle heimischen Muschel- und Krebsarten unterstützt werden, damit sie uns langfristig erhalten bleiben, wird informiert.

Viele aquatische Tierarten im Regierungsbezirk sind trotz stetiger Verbesserungen ihrer Lebensräume nach wie stark gefährdet und vom Aussterben bedroht. Damit reihen sich die Artenschutzprojekte der Fischereibehörde in die Gesamtkonzeption des Landes ein, mit dem Ziel die Biodiversität im Land nachhaltig zu stärken.

 

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