Corona in der Fächerstadt
Ab Donnerstag wieder nächtliche Ausgangsbeschränkungen im Stadt- & Landkreis Karlsruhe

Corona in der Fächerstadt Ab Donnerstag wieder nächtliche Ausgangsbeschränkungen im Stadt- & Landkreis Karlsruhe

Quelle: TMC-Fotografie.de | Tim Carmele

Trotz der „Notbremse“ nach Überschreiten der Inzidenzschwelle von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern sind die Zahlen im Stadt- und Landkreis Karlsruhe gestiegen. Daher tritt ab Donnerstag, 15. April, wieder eine nächtliche Ausgangsbeschränkung in Kraft.

Nächtliche Ausgangsbeschränkung in Karlsruhe

Trotz Ziehung der sogenannten „Notbremse“ nach Überschreiten der Inzidenzschwelle von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern sind die Infektionszahlen im Stadt- und Landkreis Karlsruhe weiter gestiegen. Nachdem sie aktuell das Niveau vor dem langen Osterwochenende überschritten haben müssen weitergehende Maßnahme ergriffen werden.

Das Gesundheitsamt Karlsruhe hat deshalb noch am Dienstag, 13. April 2021, im Einvernehmen mit der Stadt Karlsruhe und im Benehmen mit den Städten und Gemeinden des Landkreises festgestellt, dass bei Berücksichtigung aller bisher getroffenen anderen Schutzmaßnahmen die wirksame Eindämmung der Verbreitung des Coronavirus erheblich gefährdet ist.

Für diesen Fall ordnet das Gesetz für den Stadt- und Landkreis Karlsruhe nächtliche Ausgangsbeschränkungen in der Zeit von 21:00 Uhr bis 05:00 Uhr an. Die Ausgangsbeschränkungen treten am Donnerstag, 15. April um 0.00 Uhr in Kraft und sind bis 29. April befristet.

 

Inzidenzwerte übertreffen die Werte vor Ostern

Nachdem über die Osterfeiertage weniger getestet wurde, gingen die übermittelten und veröffentlichten Infektionszahlen zurück. Eine Woche nach dem langen Osterwochenende ermöglichen die Zahlen nun wieder einen Aufschluss über das tatsächliche Infektionsgeschehen. Landrat Dr. Christoph Schnaudigel zeigte in einer Videokonferenz mit den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern am Dienstag, 13. April die Infektionslage im Zuständigkeitsbereich des Gesundheitsamtes Karlsruhe auf.

Heute beläuft sich die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Karlsruhe auf 163,3 und im Stadtkreis Karlsruhe auf 151,6 und übertreffen damit die Werte vor Ostern deutlich. In beiden Kreisen liegt ein diffuses Infektionsgeschehen ohne Hotspots oder größeren einzelnen Ausbrüchen vor.

 

Weitere Schritte zur Bekämpfung der Pandemie

„Am 27. März wurde im Landkreis und am 6. April im Karlsruher Stadtgebiet die sogenannte „Notbremse“ gezogen, als die Inzidenzwerte von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner überschritten wurden. Die damit verbundenen kontaktbeschränkenden Maßnahmen und zurückgenommenen Lockerungen haben aber offensichtlich nicht gegriffen“, sagte Landrat Dr. Christoph Schnaudigel.

„Wenn wir sehen, dass die Maßnahmen nicht ausreichen und die Verbreitung des Coronavirus so nicht gestoppt werden kann, sind wir gesetzlich dazu angehalten, weitere Schritte zur Bekämpfung der Pandemie einzuleiten. Dafür sieht die Corona-Verordnung nächtliche Ausgangsbeschränkungen vor, wie wir sie bereits zu Jahresanfang hatten. Es geht um den Kontaktverzicht“, stellt der Landrat klar. Ohne dieses Instrument werde es nicht gelingen, die Zahl der Ansteckungen spürbar zu reduzieren.

Der Landrat wies in diesem Zusammenhang auch auf das sich derzeit in Beratung befindliche künftige Bundesrecht hin, das bereits bei einer 7-Tage-Inzidenz von mehr als 100 nächtliche Ausgangsbeschränkungen in der Zeit von 21:00 bis 05:00 Uhr vorsieht.

 

Mehr zum Thema

Fast jede zweite Familie leidet noch unter Corona-Pandemie

Die Folgen der Corona-Pandemie sind nach einer Umfrage im Auftrag der AOK Baden-Württemberg für viele Familien im Südwesten auch heute noch deutlich zu spüren.

Kliniken: finanzieller Puffer für nächste Pandemie

Die Politik muss die Kliniken im Land aus Sicht der Baden-Württembergischen Krankenhausgesellschaft (BWKG) auf die nächste Pandemie vorbereiten.

Laut Zeitungen: Über 200 Corona-Verordnungen des Landes

Im Zuge der Corona-Pandemie hat die baden-württembergische Landesregierung Medienberichten zufolge mehr als 200 Verordnungen erlassen.

Baden-Württemberg dringt auf Neuanlauf für Impfpflicht ab 60

Er will nicht locker lassen. Sozialminister Lucha appelliert mit seinen Kollegen aus Hessen und Bayern an die Ampel in Berlin, einen neuen Versuch für die Impfpflicht ab 60 Jahren zu wagen. Die FDP im Südwesten ist schon mal nicht dabei.

Land will an Mund-Nasen-Schutz im Nahverkehr festhalten

In der baden-württembergischen Landesregierung stößt ein Vorschlag von Bundesjustizminister Volker Wissing (FDP) zur Aufhebung der Maskenpflicht in Bussen und Bahnen auf Ablehnung.




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 
















Auch interessant


Hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

Daumen hoch, wenn Ihnen der Artikel gefallen hat, oder zeigen Sie uns, dass wir uns verbessern können.

0%
0%

Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.